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Social Media Hooks: So erzeugst du Aufmerksamkeit in der Contentflut

Weiterscrollen oder klicken? In der Flut an Social-Media-Content entscheiden Sekunden über Erfolg – und ein guter Hook macht den Unterschied.

Die Kunst, Social Media Hooks zu erstellen, ist wichtiger denn je. Wer sie beherrscht, bekommt Aufmerksamkeit. Wer sie vernachlässigt, riskiert, dass seine Inhalte in der Masse untergehen.

Hier zeigen wir dir, wie du effektive Social Media Hooks erstellst und so mehr Reichweite und Interaktion erzielst.

Wir gehen darauf ein,

  • was ein Social Media Hook ist,
  • welche Arten von Hooks es gibt und
  • wie du deine Zielgruppe auf verschiedenen Plattformen an den Haken bekommst.

Was ist ein Social Media Hook? – Definition

Ein Social Media Hook ist ein Einstieg in einen Post. Es kann sich um die ersten Sätze einer Instagram Caption, die Einleitung eines Videos oder einen Sticker in einer Story handeln. Der Hook hat eine zentrale Aufgabe: die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu wecken und sie zu motivieren, sich mit deinem Content zu beschäftigen.

Beispiel gefällig?

Dieser Hook ist einfach, aber effektiv. Zumindest erhöht er die Chance, dass Leser:innen, die sich für LinkedIn-Marketing interessieren, auf „mehr“ klicken.

Warum gute Hooks so wichtig sind?

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

  • Große Konkurrenz: Die Masse an Content auf Social-Media-Plattformen nimmt zu. Das erschwert es Unternehmen und Creators, aus der Masse herauszustechen. Besonders junge und weniger bekannte Marken stehen vor der Herausforderung, sich bemerkbar zu machen.
  • Kleine Aufmerksamkeitsspanne: Zwar lässt sich nicht jede Behauptung über die angeblich kaum noch existente Aufmerksamkeitsspanne vieler Menschen belegen. Expert:innen gehen aber davon aus, dass diese kürzer geworden ist, vor allem online. Ständiges Surfen und der regelmäßige Blick aufs Handy machen uns süchtig nach dem schnellen Dopamin-Kick.

Beides zusammen bedeutet: Du musst sofort Neugier beziehungsweise Interesse bei deiner Zielgruppe wecken. Nur dann findet dein mühsam erstellter Inhalt Beachtung.

Was macht gute Social Media Hooks aus?

Ein guter Social Media Hook vermittelt User:innen unmittelbar das Gefühl, dass der zugehörige Content wertvoll für sie ist. Sie versprechen sich zum Beispiel interessante Informationen, gute Unterhaltung und/oder eine spannende Geschichte.

Wichtig ist:

  • Achte darauf, dass dein Hook zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passt. Greife Bedürfnisse, Probleme und Stimmungen deiner Wunschkund:innen auf.
  • Sprich User:innen direkt an.
  • Hooks sind erfolgreich, wenn sie Gefühle adressieren.
  • Versprich nichts, was dein Inhalt nicht einlöst. Wenn du im Einstieg Erwartungen auf brandneue Erkenntnisse zum LinkedIn-Algorithmus schürst und der Rest deines Posts aus Allgemeinplätzen besteht, ist die Chance hoch, dass Leser:innen nur dieses eine Mal auf „mehr“ klicken.
  • Passe deinen Hook an die jeweilige Plattform an. Auf TikTok ist Clickbaiting weitgehend akzeptiert. Anders sieht es auf LinkedIn aus.

6 Strategien für erfolgreiche Social Media Hooks

Gute Hooks zu erstellen, fällt dir leichter, wenn du die Mechanismen dahinter kennst.

Deshalb stellen wir dir 6 verbreitete Arten von Social Media Hooks und die zugrunde liegenden Mechanismen vor:

Curiosity Gaps

Wecke Neugier, indem du eine Aussage, eine Antwort auf eine Frage oder eine Lösung für ein Problem anteaserst.

Ein Beispiel: „Vorsicht, Falle! Wenn Personaler:innen Bewerber:innen im Vorstellungsgespräch ein Glas Wasser anbieten, kann es sich um einen Trick handeln. Die richtige Reaktion ist dann entscheidend.“

Welcher Jobsuchende möchte jetzt nicht wissen, wie er am besten mit dem Glas Wasser umgeht?

Gute Curiosity Gaps sind mit Cliffhangern in deiner Lieblingsserie vergleichbar. Du musst einfach weiterlesen. Das klappt natürlich nur, wenn die Auflösung kein alter Hut ist.

Storytelling

Beginne, eine Geschichte zu erzählen. Aber verzichte auf Vorgeplänkel. Steige direkt mit einem Höhepunkt ein oder zäume das Pferd von der anderen Seite auf: Nimm das Ergebnis vorweg und mache neugierig auf den Weg dahin.

Storytelling und Curiosity Gaps lassen sich gut verbinden: Beginne zum Beispiel so: „Vor 5 Jahren fanden wir keine Fachkräfte mehr. Dann richteten wir unser Recruiting neu aus. Heute können wir uns die besten IT-Talente auswählen.“

Verantwortliche, die verzweifelt nach Mitarbeiter:innen suchen, wollen jetzt bestimmt dein Erfolgsrezept kennenlernen.

Wichtig: Glaubwürdigkeit steht hoch im Kurs. Erzähle Geschichten, die dir deine Zielgruppe abnimmt.

Bandwagon-Effekt

Von Bandwagon- beziehungsweise Mitläufereffekt spricht man, wenn Menschen eine Entscheidung treffen, weil andere sich dafür entschieden haben. Diesen Mechanismus haben US-Wahlforscher zum ersten Mal beschrieben. Er beeinflusst aber auch Entscheidungen für ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Ausschlaggebend ist der Wunsch, dazuzugehören, am liebsten zu einem Gewinnerteam.

Den Bandwagon-Effekt kannst du auf verschiedene Arten nutzen:

  • Verweise auf Masse: Betone, dass sich schon sehr viele Menschen für eine Methode oder ein Produkt entschieden haben.
  • Verweise auf erfolgreiche Personen oder Unternehmen: Welcher CEO möchte nicht so erfolgreich sein wie Sam Altman von OpenAI?
  • Erzeuge Dringlichkeit: Betone, dass es wichtig ist, sich jetzt mit dem Thema zu beschäftigen, zum Beispiel um nicht den Anschluss zu verlieren.

Egal ob B2B oder B2C, die Fear of Missing Out ist ein wichtiger Treiber vieler Entscheidungen. Wir zeigen dir, wie du FOMO erzeugst und so neue Kund:innen gewinnst.

Fragestellungen

Leite deinen Beitrag mit einer Frage ein. Am besten handelt es sich um eine Frage, die sich deine Zielgruppe auch schon gestellt hat oder mit der sie sich gerade beschäftigt.

„Wie bleibe ich als Copywriter:in trotz künstlicher Intelligenz gefragt?“ ist ein Beispiel dafür. Du kannst auch noch mehr Bezug zu der anderen Person aufbauen, indem du sie direkt einbindest. „Treibt dich die Frage um, wie du als Copywriter:in trotz künstlicher Intelligenz gefragt bleibst?“ oder „Fragst du dich immer öfter, …?“

Nur fragen reicht natürlich nicht. Du musst auch eine möglichst gute Antwort liefern.

Interessante Fakten

Beginne deinen Post mit einem erstaunlichen Umfrageergebnis oder einer bemerkenswerten Statistik.

Kontroverse Meinungen

„Mit KI macht Social Media Management keinen Spaß mehr.“ Provokante Aussagen wie diese motivieren dazu, einen Post ganz zu lesen oder sich ein Video anzusehen.

Das bedeutet nicht, dass du dich der Aussage anschließen musst. Im Gegenteil: Oft dienen solche Social Media Hooks dazu, eine Aussage zur Diskussion zu stellen oder eine Gegenposition einzunehmen.

Wichtig: Hook und Beitrag zusammen müssen Sinn ergeben und relevant sein.

Hooks für verschiedene Social-Media-Plattformen: Tipps

Die Prinzipien, die erfolgreichen Hooks zugrunde liegen, sind auf allen Plattformen dieselben. Aber ihre genaue Funktionsweise unterscheidet sich teilweise.

Hooks für Instagram

Instagram ist ein visuelles Netzwerk. Je nach Beitragsart hast du verschiedene Möglichkeiten, Leser:innen an den Haken zu bekommen.

In der Caption

Ein guter Einstieg in die Caption kann User:innen zum Innehalten bringen, wenn sie durch ihren Feed scrollen.

Die Herausforderung dabei: Du musst in zwei Zeilen Neugier wecken. Denn mehr zeigt Instagram zunächst nicht an.

Text im Bild

Mehr ins Auge sticht der Anfang einer Geschichte, wenn du ihn, wie im folgenden Beispiel, als Text-Overlay auf ein Bild setzt.

Hooks für Reels

Wie Bildposts kannst du den Einstieg von Reels mit Text versehen.

Eine kreative Alternative zeigt das folgende Beispiel:

Visuelle Hooks

Hooks brauchen nicht unbedingt Text. Der Aufhänger kann auch ein aufmerksamkeitsstarkes Bild sein.

Genauso kannst du in Videos mit einem spektakulären Auftakt arbeiten.

Gut geeignet für Unternehmen im Sport- oder Beauty-Business sind Vorher-Nachher-Vergleiche.

Hooks für TikTok

Für TikTok-Videos stehen dir weitgehend dieselben Möglichkeiten zur Verfügung wie für Instagram Reels. Auch hier kannst du mit Text-Overlays arbeiten.

Diese dürfen ruhig clickbaity sein.

Typische Beispiele sind:

  • „Diesen Fehler machst du garantiert.“
  • „Du wirst nicht glauben, was jetzt passiert.“
  • „Das hat mein Leben verändert.“
  • „Warum alle über [Thema] sprechen.“
  • „Die besten/Top X [Thema]“
  • „Was ich gerne schon früher über [Thema] gewusst hätte.“
@jellyyoung_ Best advice from a coach ps- @ohhmyannieofficial is the coach 💛#coaching #lifecoach #journal #personaldevelopment ♬ original sound – Jelly Young

Oder du steigst direkt in die Handlung ein. Visuelle Effekte, mit denen du Aufmerksamkeit weckst, sind zum Beispiel die folgenden:

  • ein spektakuläres/überraschendes/lustiges Ereignis
  • Personen, die überrascht oder erschrocken in die Kamera sehen
  • ein Zoom oder ungewöhnlicher Blickwinkel
  • rasante Szenenwechsel
  • Schockmomente
@freizeitparkinfos Wo sitzt ihr am liebsten im Silver Star im @Europa-Park Resort? #europapark #achterbahn #rollercoaster #silverstar ♬ Originalton – Freizeitparkinfos.de

Nimm Bezug auf aktuelle Trends sowie Challenges und untermale dein Video mit angesagten Sounds.

@domixyani #fliptheswitchchallenge #couplegoals #couple ♬ Nonstop – Drake

Manchmal reichen schon tanzende Personen in einem ungewohnten Setting:

@irischka185 #gutentag #kauflandfrankenthal #wirliebenunsernjob ♬ sunet original – RobyArtistu2

Apropos aktuell: Trendbewusstsein ist ein wichtiges Erfolgskriterium auf TikTok. Vergewissere dich, dass die von dir ausgewählte Challenge noch keinen Staub angesetzt hat.

Hooks für LinkedIn

LinkedIn-Nutzer:innen erwarten, dass Inhalte in die Tiefe gehen, und sie sind bereit, sich länger mit Content zu beschäftigen, der für sie relevant ist.

Außerdem betont der LinkedIn-Algorithmus Expertencontent mit klarem Mehrwert.

Das heißt für dich:

  • Gib dir besonders viel Mühe, Storytelling- oder Frage-Hooks beziehungsweise Curiosity Gaps adäquat zu ergänzen.
  • Vermeide abgedroschenes Clickbaiting, reißerische Formulierungen und Übertreibungen. Eine Formulierung wie „Was jetzt gleich in diesem Video passiert, ist unglaublich“ eignet sich, je nach Marke, für TikTok. Für Posts, die sich an ein B2B-Publikum richten, ist sie weniger ideal.
  • Arbeite mit Statistiken, Umfragen und Studien. Stelle zentrale Erkenntnisse voraus, die für einen Aha-Effekt sorgen und zum Weiterlesen anregen.
  • Sprich klare Vorteile für User:innen an.

Finale Tipps für erfolgreiche Social Media Hooks

Zum Schluss noch ein paar handwerkliche Tipps für die Hook-Erstellung:

  • Nutze AI-Tools wie ChatGPT für die Erstellung deiner Hooks. Wichtig ist, dass dein Prompt klare Informationen zum Thema des Posts, der Zielgruppe und der Tonalität sowie der beabsichtigten Wirkung erhält. Lass dir viele alternative Hooks vorstellen. Du kannst auch Beispiel-Hooks angeben, an denen sich die KI orientieren soll.
  • Formuliere Text-Hooks in kurzen und prägnanten Sätzen.
  • Führe A/B-Tests durch, um den besten Hook für deinen Content zu finden.
  • Analysiere fortlaufend, welche Aufhänger als Scrollstopper funktionieren und welche nicht. Experimentiere immer wieder einmal mit neuen Strategien, damit bei deiner Zielgruppe keine Langeweile aufkommt.

Hooks werden immer wichtiger

Die berühmte Kristallkugel steht uns zwar auch nicht zur Verfügung. Aber für die nahe Zukunft ist absehbar: Die Menge an Content auf sozialen Plattformen wird weiter zunehmen. Möglicherweise nimmt damit die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Menschen, die durch ihren Instagram- oder LinkedIn-Feed scrollen, weiter ab.

Gute Social Media Hooks sind in dieser Situation unverzichtbar. Nur so sorgst du für Scrollstopper und bringst deine Zielgruppe dazu, deinem Content mehr als eine Sekunde zu schenken. Voraussetzung ist, dass deine Hooks zu deiner Marke, dem Kanal und deiner Zielgruppe passen.

Unsere Tipps und KI-Tools helfen dir, effektive Aufhänger für deine Posts zu erstellen. Zu eine:r Meister:in in der Hook-Creation wirst du aber nur durch Üben und fleißiges Analysieren. Schließlich will auch Angeln gelernt sein.

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