Live Video Streaming Plattformen für Unternehmen 1

Live Video Streaming Plattformen für Unternehmen

Live Video Streaming Plattformen für Unternehmen 2 Photo: Curtis Kennington

Videoinhalte auf YouTube und Facebook sind für Unternehmen toll, weil sie gut auffindbar und teilbar sind. Der neueste Hype jedoch sind Livestreaming-Plattformen wie Periscope oder Meerkat (obwohl es solche Plattformen mit Ustream oder Livestream.com natürlich schon seit längerem gibt).

Meerkat und Periscope kamen etwa gleichzeitig auf den Markt, im Februar, respektive im März, 2015. Während sich die zwei Apps in vielem ähnlich sind, gibt es doch einige Unterschiede, die man als Unternehmen bei der Wahl der Plattform bedenken sollte. Hier haben wir die jeweiligen Vorteile und Features von Meerkat und Periscope zusammengetragen:

Meerkat

Meerkat Das erste Livestreaming-Service Meerkat (http://meerkatapp.co/) startete im Februar 2015. Die App ist sowohl für Android als auch für iOS erhältlich.

  • UserInnen können Livestreams ansehen oder selber an ihre Follower streamen.
  • Mit Meerkat kann man, im Gegensatz zu Periscope, auch Content direkt auf Facebook streamen.
  • Streams können allerdings nur live in Echtzeit angesehen werden und sind nachher nicht on-demand erhältlich.
  • Mit der Scheduling-Funktion kann man einen Live-Stream bis zu 24 Stunden im voraus planen. Nach dem Livestream verschwindet der Content wieder.
  • Mit der Cameo-Funktion kann man andern Usern den Livestream für eine gewisse Zeit „übergeben“ – eine hervorragende Möglichkeit, um Influencer oder Gäste einzubinden.
  • Meerkat unterstützt die Einbettung von Livestreams in drei verschiedenen Größen. Auch ein Coverbild kann hochgeladen werden.

Periscope

Periscope Periscope (http://www.periscope.tv/) wurde im März 2015 von Twitter gekauft. Im Grunde ist das Service Meerkat sehr ähnlich, allerdings ist es direkt auf Twitter eingebunden.

  • Auf Periscope können Übertragungen bis zu 24 Stunden nach der Erstausstrahlung noch angesehen werden. Außerdem kannst du deinen Stream auch in deinem Periscope oder YouTube Channel abspeichern.
  • Periscope UserInnen sind mit ihren Accounts auf Twitter verbunden, daher ist das potenzielle Publikum auch um einiges größer als bei anderen Livestreaming Optionen.
  • Bei Periscope gibt es auch Analytics, d.h. nach deinem Livecast gibt dir Periscope Zugang zu Daten wie der Anzahl der ZuschauerInnen, sowie wann und wie lange sie dabei waren. So weißt du sofort, wie gut dein Stream war.
  • Meerkat hat einen Delay von 30 Sekunden. Bei Periscope ist alles instant, was Gespräche viel natürlicher macht.
  • Wenn du beginnst, auszustrahlen, postet Periscope automatisch den Link zum Livestream auf Twitter. Du kannst aber auch einen Private Stream starten, den nur jene Follower sehen können, die du selber auswählst.
  • Periscope Streams können derzeit nicht auf Webseiten eingebettet werden.

Blab

BlabDiese Video Plattform ist noch in der Betaphase und ist auf Chrome Browsers über die Blab Webseite (blab.im) oder für iOS UserInnen im App Store erreichbar. Eine Android-Version gibt es derzeit leider noch nicht.

  • Blab unterscheidet sich von Periscope und Meerkat darin, dass bis zu vier UserInnen an einem Gespräch zu verschiedenen Themen aktiv teilnehmen können. Die verfügbaren Themen sind über die Suchfunktion zu finden.
  • UserInnen entscheiden sich, ob sie einem laufenden Blab beitreten möchten oder einem, der für später geplant ist.
  • Nach dem Videochat entscheidet der/die ModeratorIn, ob der Chat gelöscht oder gespeichert werden soll.
  • Jede/r kann einfach ein Blab-Gespräch starten. Das gibt Marken und Unternehmen die Möglichkeit, mit ihrem Publikum direkt zu interagieren.

Der große Nutzen von Livestreaming Videoplattformen für Unternehmen

  • Unternehmen können direkt und persönlich mit ihren KundInnen in Kontakt treten, etwa bei Live Demos, Q&A Runden, und Webinaren.
  • Livestreams sind eine kostengünstige Methode, um Customer Support anzubieten, vor allem dann, wenn es um häufige Fragen und Probleme geht.
  • Auf Livestreams können Unternehmen sich zugänglich und menschlich präsentieren und einen Einblick in ihre Arbeit bieten. Sie können auf kreative Weise die Menschen hinter den Produkten sichtbar machen. Das stärkt das Vertrauen in die Marke und stellt eine emotionale Verbindung her.

Achtung: Bei Livestreams geht es um das richtige Timing, wenn du dein Publikum erreichen willst. Videos auf Facebook oder Instagram sind immer wieder abrufbar. Daher erfordern diese Plattformen keine Aufmerksamkeit, die an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden ist.

Bei Livestreams ist das Gegenteil der Fall. Wer zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nicht anwesend ist, schaut durch die Finger. Um auf Periscope oder Meerkat erfolgreich zu sein, ist es wichtig, regelmäßig und für das Publikum vorhersehbar, Content zu produzieren, damit Follower wissen, wann sie einschalten müssen.

Das war’s von uns zum Thema Meerkat, Periscope und Blab. Hast du selbst bereits Livestreaming für dein Unternehmen ausprobiert und, wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht?

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