Wie die Digitale Transformation die Medienlandschaft verändert 1

Wie die Digitale Transformation die Medienlandschaft verändert

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Wirkt sich die Digitale Transformation auf traditionelle Medien aus?

Wir leben, arbeiten und spielen zunehmend in einer digitalen Welt, und diese verändert sich permanent und rasant weiter. Das bringt sowohl neue Möglichkeiten als auch potenzielle Fallgruben mit sich. Auch Unternehmen bewegen sich in dieser digitalen Welt und müssen dies bei allen Unternehmensbelangen miteinbeziehen.

In der Medienbranche wird Digitale Transformation immer mehr zum neuen Mainstream. Die erheblichen Fortschritte in der Technologie haben den Markt für neue Teilnehmer und disruptive Geschäftsmodelle geöffnet. Die neuen Mitspieler destabilisieren die bestehende Medienlandschaft und ziehen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.

Traditionelle Unternehmen hingegen stützen sich nach wie vor auf klassische Methoden, um ihre Position in der Medienlandschaft zu wahren: Kooperationen, Akquisitionen und neue Leistungen. Stück für Stück werden sie von Startups sowie bestehenden Unternehmen, die sich bereits an die Digitale Transformation angepasst haben, verdrängt.

Um damit mithalten zu können, müssen traditionelle Medienunternehmen schleunigst neue, digitale, Strategien entwickeln — und zwar bevor es zu spät ist. Zu beachten sind dabei drei wichtige Aspekte, die die Medien- und Unterhaltungsindustrie weiterhin stark beeinflussen werden.

Digitale Medien sind am aufsteigenden Ast

Während traditionelle Übertragungsmodelle noch immer den größten Anteil der Branche ausmachen, sind digitale Medien eindeutig im Aufstieg begriffen. Neue Marktteilnehmer haben Video verstärkt zu einem digitalen Produkt gemacht und nutzen digitale Videoinhalte dazu, andere Einkommensquellen anzukurbeln. Sie stellen digitale Videoinhalte kostenlos zur Verfügung — wodurch sich zunehmend die Erwartungshaltung der Konsumenten an Preis und Nutzen verändert.
digital_transformation Diese Veränderungen zwingen traditionelle Unternehmen, die plötzlich mit Videoinhalten kein Geld mehr machen können, sich der Digitalen Transformation ebenfalls anzuschließen.

Als positives Beispiel der Digitalen Transformation zu nennen ist etwa BT Sports, ein Netzwerk an digitalen Sportkanälen der BT Group (British Telecommunications) in Großbritannien. BT Sports bietet bestehenden Breitband-KundInnen als kostenloses Upgrade Premiuminhalte auf mehreren Plattformen — von Set-Top-Boxen bis zu Smartphones.

Ein nahtloses digitales Erlebnis anbieten

In unserer digitalen Welt werden sich nur jene traditionellen Unternehmen gegen die neuen Player behaupten, die KundInnen auf mehreren Kanälen bei der Stange halten können.

Digitale Erlebnisse bestehen aus mehr als nur guten Inhalten. Die Inhalte müssen auch „on demand“ sein und auf unterschiedlichen Endgeräten konsumiert und monetarisiert werden können. Film und Fernsehen erwärmen sich bereits für „on demand“ Inhalte, die auf x-beliebigen digitalen Geräten genutzt werden können.

Ein gutes Beispiel ist Netflix. Das Unternehmen bietet ein ununterbrochenes digitales Erlebnis an — UserInnen können Inhalte etwa auf ihrem Smart-TV starten und dann nahtlos auf ein anderes Gerät wechseln. Ein weiteres Beispiel ist der iPlayer der BBC, mit dem man bereits ausgestrahlte Sendungen on-demand — etwa auf dem iPad — nach-schauen kann. 

Sowohl Netflix als auch der iPlayer sind in der Benutzung unkompliziert und haben die Erwartungshaltung des Publikums verändert. Medienunternehmen und andere Anbieter digitaler Inhalte müssen sich stets der “Digital Lifestyles” ihrer Konsumentinnen bewusst sein und diese digitalen Bedürfnisse auch entsprechend bedienen
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Mit radikaler Veränderung die digitale Disruption überleben

Der Verkauf von Videoinhalten ist für Medienunternehmen heute kaum noch rentabel. Das Abonnement wird zusehends vom Freemium-Modell, einer Kombination von kostenlosen Inhalten und optionalen, kostenpflichtigen Premium-Inhalten, verdrängt. Das Publikum ist einfach nicht mehr gewillt, für Inhalte zu zahlen.

Daher müssen sich traditionelle Medienunternehmen veränderungswillig zeigen, um weiterhin Gewinne zu machen und zu überleben. Zunächst ist es empfehlenswert, sich vom teuren Wasserfallmodell zu verabschieden und stattdessen auf die Lean-Methode umzusteigen. Diese benötigt geringere Investitionen.

Ausserdem sollten Medienunternehmen in der Entwicklung von Inhalten und Angeboten stärker auf Kundenfeedback eingehen, um mit dem sich stetig verändernden Kundenverhalten mithalten zu können.

Um die Lücke in den Einnahmen zu füllen, müssen natürlich zusätzliche Leistungen monetisiert werden. Die richtige Kombination von Angeboten, die das Erlebnis der ZuseherInnen verbessern, sind dabei ausschlaggebend für Rentabilität.

Zu guter Letzt wird von Unternehmen auch erwartet, dass sie auf allen Kanälen und Plattformen mit ihren KundInnen interagieren. Das ist zwar für viele nicht einfach, der Aufwand zahlt sich aber aus.

Über die Interaktion auf Social Media Netzwerken können Unternehmen tiefergehende Verbindungen zu ihrem Publikum aufbauen und auf einfache Weise Feedback sammeln. Dieses kann dann bei zukünftigen Inhalten, Marketingkampagnen und Angeboten umgesetzt werden.

Wer erkennt, welche Möglichkeiten Social Media bietet, wird letztendlich davon profitieren. Das Erfolgsrezept für Social Media ist, im Einklang mit der Marke aufzutreten und zeitgerecht, persönlich und transparent mit KundInnen zu interagieren.

Es gibt keinen Geschäftsbereich oder Lebensbereich, der von der Digitalen Transformation nicht betroffen ist, aber die Veränderungen in der Medienindustrie sind besonders stark. Das Publikum hat sich daran gewöhnt, dass Inhalte jederzeit abgerufen werden können. Traditionelle Medienunternehmen müssen Wege finden, diese Erwartungshaltung zu erfüllen.

Sollen sie aus bestehenden Angeboten neue Erlösmodelle basteln oder lieber ganz neue Wege einschlagen? Egal wie sie sich entscheiden — Medienunternehmen müssen definitiv mit den digitalen Veränderungen gehen, ihr Publikum in die Erstellung von Inhalten einbinden, und auf allen Plattformen anwesend sein.

Sharing
  • Werenfried Ressl sagt:

    Die Nachricht dürfte für manche Medienhäuser zu spät kommen, selbst wenn sie jetzt hinhören. Wenn. Aber es gibt ja noch second line media, die von der Entwicklung profitieren. Und so viel Medienkonzentration wie jetzt ist auf Dauer ja auch nicht gut…, daher ist der Rat zwar gut, die Entwicklung weg von Mainstream Media auf der anderen Seite auch nicht schlecht 😉

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