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3D Posts auf Facebook – Spielerei oder ernstzunehmendes Marketinginstrument?

Erste Tests liefen im Oktober 2017, nun steht das neue Facebook-Feature allen Nutzern zur Verfügung. Seit Ende Februar dieses Jahres hast du die Möglichkeit, 3D Posts auf Facebook zu veröffentlichen. Klingt nach Spielerei? Tatsächlich könnte die neue Funktion ein zentrales Problem vieler Social Media Manager ansprechen, indem sie dabei hilft, trotz wachsender Konkurrenz und Änderungen im Facebook Algorithmus eine größere Reichweite zu erzielen.

Geht es nach den Entwicklern des sozialen Netzwerkes, eröffnen 3D Beiträge als echter Zukunftstrend im Social-Media-Bereich schon bald weitere spannende Möglichkeiten. Auf lange Sicht sollen sie sogar dazu beitragen, Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) zu neuen Erlebnisräumen zu verbinden. Doch wie funktioniert das neue Feature und welches Potenzial bringt es für Firmen mit sich, die ihre Zielgruppe über das soziale Netzwerk erfolgreich ansprechen wollen?

Anforderungen für 3D Posts

Vorneweg sei gesagt: Noch steht die 3D Funktion von Facebook am Anfang ihrer Möglichkeiten. Bei den bisher veröffentlichten Beispielen beschränkt sich die Interaktion meist darauf, dass User ein Objekt drehen und von verschiedenen Seiten betrachten können. Damit ähnelt das Ergebnis einem 360-Grad-Foto. Allerdings gibt es schon Beispiele, in denen es möglich ist, eine Autotür zu öffnen oder den Fuß einer Figur zu bewegen. Das sind erste Hinweise darauf, welches Potenzial sich hier in Zukunft ergeben könnte.

Das neue Feature zu nutzen ist erfreulich unkompliziert. Für die Erstellung kommen verschiedene einschlägige Tools in Betracht. Allerdings müssen folgende Anforderungen erfüllt sein, um ein 3D Objekt zu posten:

  • Es muss sich um eine GLB-Datei handeln, das einzige Format, das Facebook derzeit unterstützt. Dabei handelt es sich um eine gepackte, binäre Version einer glTF 2.0-Datei.
  • Das Element darf eine Größe von 3 MB nicht überschreiten.
  • Für Texturen unterstützt Facebook JPEG- und PNG.
  • Animationen ignoriert das Netzwerk aktuell noch.

Weitere Informationen zu den Anforderungen für 3D Posts findest du hier.

Tipp: Mit der Software Modo lassen sich direkt 3D Objekte erstellen, die allen Anforderungen von Facebook genügen, weitere Anbieter sollen folgen. Eine Alternative auf dem Smartphone stellt Sonys 3D creator app für das Xperia XZ1 dar. Auch Oculus Medium wird unterstützt.

So veröffentlichst du Beiträge in 3D

Die Veröffentlichung fertiger 3D Objekte funktioniert folgendermaßen:

  1. Starte einen neuen Post.
  2. Ziehe das fertige Objekt in den Textbereich.
  3. Facebook beginnt direkt, dieses zu rendern. Dabei ist ein weißer Hintergrund voreingestellt. Dieser lässt sich über die vorgegebene Auswahl ändern.
  4. Schließlich auf „Veröffentlichen“ klicken und dein erster 3D Post geht online.

Natürlich besteht für Betrachter die Möglichkeit, deinen Beitrag zu liken und auf ihrer eigenen Pinnwand zu teilen. Außerdem erlaubt es Facebook, hochgeladene 3D Modelle in Facebook Spaces mitzunehmen, das ebenfalls recht junge virtuelle Spielfeld des Unternehmens.

Von Lego bis Wayfair – wie erste Unternehmen die neue Funktion nutzen

Eines der ersten Unternehmen, das Facebooks 3D Funktion für einen Beitrag nutzte, war der Spielwarenhersteller LEGO. Mit seinem bunten Vogel, der sich nach Lust und Laune drehen und von allen Seiten betrachten lässt, demonstrierte das Unternehmen, wie sich Produkte auf spielerische Art einer Facebook-Community vorstellen lassen.

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Ebenfalls schnell mit von der Partie war das Versandhaus Wayfair, das eine Kommode mit Dekorationsgegenständen in 3D Ansicht zur Verfügung stellte.

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Jurassic World nutzte die Gelegenheit, um Fans einen Dinosaurier in 3D zu präsentieren.

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Der finnische Spieleentwickler Supercell stellte den neuen Charakter Magic Archer mit Facebooks-3D-Funktion vor – inklusive „versteckter“ Botschaft, die durch Drehen der Figur sichtbar wird.

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Mehr Aufmerksamkeit im Newsfeed? Das Potenzial des neuen Facebook-Features

Manch ein Social Media Manager stellt sich jetzt sicher die Frage, welche Vorteile es bringt, Beiträge in 3D zu veröffentlichen. Lässt sich damit erfolgreich in Facebook werben oder handelt es sich nur um eine Spielerei, die für Spielzeughersteller von Bedeutung ist?

Tatsächlich birgt das neue Feature schon jetzt in seiner rudimentären Form spannende Möglichkeiten:

  • Produktvorstellung: Lego und Wayfair haben es vorgemacht, andere werden folgen. Die Chance, eigene Produkte in 3D zu posten, macht diese plastischer und gibt Interessenten das Gefühl, sie in der Hand zu halten. Zudem haben Kunden so die Gewissheit, dass ein Produkt in Realität genauso aussieht wie am Bildschirm. Damit nähert sich das Erleben am Bildschirm dem beim Shopping in einem Geschäft an.
  • Mehr Aufmerksamkeit: Reine Textbeiträge erzielen in Facebook kaum noch Wirkung. Und die Suche nach Bildern oder Infografiken, die aus der Masse herausstechen und eine überdurchschnittliche Reichweite erzielen, wird immer schwerer. 3D Posts sind allein aufgrund ihres Neuheiten-Charakters ein Blickfang.
  • Interaktion: Auch wenn sich die Möglichkeiten derzeit meist darauf beschränken, ein Objekt zu drehen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu entdecken, lädt das neue Facebook-Feature zur Interaktion ein. Nehmen die Betrachter diese Einladung an, steigt die Sichtbarkeit automatisch.

Schon jetzt lohnt es sich, sich  mit Facebooks aktueller Neuerung näher auseinanderzusetzen. Dabei könnte sich der Rahmen des Möglichen schon bald grundlegend verschieben. Denn dem Facebook-Konzern selbst schwebt laut seines Entwickler-Blogs für die Zukunft die Schaffung eines „3D-Ökosystems“ vor.

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VR-Shopping und 3D Modelle in der realen Welt – Zukunftsprognosen

Die eigenen Produkte in virtuellen Welten erfahrbar machen, klingt nach Zukunftsmusik. Doch tatsächlich könnte Facebooks 3D Feature ein entscheidender Schritt hin zu der Realisierung dieser Vorstellung bedeuten. Schließlich besteht schon jetzt die Möglichkeit, 3D Objekte mit in Facebook Spaces zu nehmen; eine Möglichkeit, die das Unternehmen weiter ausbauen will.

Darüber hinaus soll es in Zukunft möglich sein, die Funktion in Verbindung mit AR-Plattformen zu nutzen, zusammen mit interaktiven Animationen. In diesem Zusammenhang treibt das von Facebook übernommene Oculus die Entwicklung von VR- und AR-Brillen voran, mit denen Nutzer digitale Elemente in die reale Welt bringen können. Die 3D-Objekte selbst sollen zunehmend detailgetreuer ausfallen. Damit könnten virtuelle und „echte“ Realität auf eine Art verschmelzen, wie es bisher nur in Science-Fiction-Filmen möglich ist.

Zusammenfassung: 3D in Facebook – eine Neuerung mit Potenzial

Bleibt die Frage, inwiefern es sich für Marketingverantwortliche lohnt, sich näher mit Facebooks neuem 3D Feature zu beschäftigen. Die Antwort darauf ist, wie bei allen Marketingaktivitäten, dem jeweiligen Marketing Manager selbst überlassen, abhängig von seiner Strategie und dem seines Unternehmens. Doch schon jetzt deutet sich an, dass das Thema 3D auf Facebook in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Das allein ist ein guter Grund, ihm möglichst früh Beachtung zu schenken.

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