Google AMP Stories

Google AMP Stories – Das bringt das neue Content-Format

AMP Stories, das neue Content-Format in Googles AMP-Framework, steht nun allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. In der Tradition der Instagram- und Facebook-Stories verspricht das Format, mobile Content-Pieces in echte Hingucker zu verwandeln. Aber lohnt es sich eigentlich, die AMP Stories auf dem Schirm zu haben, wenn schon jedes zweite soziale Netzwerk sein eigenes Story-Format am Start hat? Das Team von trusted kennt die Antwort, zeigt dir in diesem Gastbeitrag die wichtigsten Unterschiede zu den anderen Story-Formaten und gibt wertvolle Hintergrundinfos zu AMP Stories.

Die Google AMP Stories sind aus der Beta-Phase und versprechen schon jetzt einiges. Die neueste Erweiterung des AMP-Frameworks öffnet das von diversen sozialen Medien bekannte Story-Format erstmals dem offenen Web. Die ersten Ergebnisse, die teilweise schon während der im Februar 2018 angelaufenen Beta entstanden sind, sind echte Hingucker und machen Content-Producern Lust auf mehr. Beispiele gefällig?

Mic beantwortet die Frage, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir Musik hören mit einer AMP Story:

Google AMP Stories Mic

Hier eine Story der Washington Post über die Mauerbau-Pläne von US-Präsident Donald Trump:

Google AMP Stories Washington Post

Wie bei den geistigen Vorbildern, allen voran Instagram Stories und Facebook Stories, liegt der Charme der AMP Stories vor allem auf der Verknüpfung unterschiedlichster Content-Formate (wie Text, Video, Bilder und Sound) sowie in der kinderleichten Handhabe. Nutzer wischen sich auf mobilen Geräten einfach von rechts nach links durch die einzelnen Bilder und folgen so der Story. Selbst komplexe Inhalte lassen sich auf diese Weise spielerisch und “leicht verdaulich” aufbereiten.

Stories – Das Format der Zukunft?

AMP Stories lässt sich, nach dem unschönen Aus von Google+, als neuer Versuch Googles sehen, sich an Formaten sozialer Netzwerke zu orientieren. Dabei hat sich das Unternehmen aus Kalifornien zielgerichtet das Format herausgesucht, das von Mark Zuckerberg Anfang des Jahres als Content-Format der Zukunft bezeichnet worden war.
Schon heute sind die Zahlen der Nutzer einzelner Portale, die täglich auf Stories zugreifen, eindrucksvoll:

  • WhatsApp: 450 Millionen
  • Instagram: 300 Millionen
  • Facebook: 70 Millionen
  • Snapchat: 191 Millionen

Allerdings funktioniert Googles neues Story-Format anders, als man zunächst meinen könnte und ist auf keinen Fall eine direkte Kopie der Social-Media-Stories, wie sie bei der Konkurrenz zum Einsatz kommen.

Du würdest gerne wissen, welche großen Trends auf Facebook und Co. Social Media Experten 2019 am wichtigsten finden? Finde es heraus mit unserem Blogartikel “Social Media Trends 2019: 35 ExpertInnen verraten welche Trends du nicht verpassen darfst.“

Google AMP Stories vs. Instagram und Facebook Stories – Die wichtigsten Unterschiede

Der Unterschied zu den geistigen Vorreitern von Snapchat, Instagram und Facebook liegt zunächst mal in der höheren Reichweite. Durch den Open-Source-Ansatz der AMP-Initiative steht das Content-Format grundsätzlich jedem zur Verfügung, der Interesse daran hat. Einen Instagram-Account braucht man dazu nicht. AMP Stories sind nicht an eine Plattform oder App gebunden, sondern tauchen ganz normal in den mobilen Google-Suchergebnissen auf, egal auf welchem Gerät. Durchaus eine kleine Kampfansage an die obigen Portale – immerhin müssen User nun keine Apps mehr öffnen, um neue Stories zu finden. Gleichzeitig lassen sich News-Artikel in dem neuen Gewand viel einfacher und schneller konsumieren.

Ein weiterer (gewichtiger!) Unterschied: Anders als Stories auf WhatsApp oder Instagram sind die AMP Stories keine kurzlebigen persönlichen Geschichten, sondern auch nach Ablauf von 24 Stunden noch abrufbar und damit beispielsweise auch für langlebigen Unterhaltungs- oder Bildungscontent geeignet.

Ohne Code nichts los – Der Zugang ist komplexer als bei Instagram und Co.

Ein großer Wermutstropfen dürfte dagegen der zunächst komplexe Zugang sein. Anders als bei Instagram und Co. ist es nämlich gar nicht so einfach, eine schöne AMP Story zu bauen, wenn man nicht das nötige Know-How besitzt. Ein grafisches Interface stellt Google nicht zur Verfügung, nur das Framework und die HTML-Schnipsel für den eigenen Code, die online jedem zur freien Verfügung stehen. Baukastenprinzip? Drag-and-Drop? Einfach mal ein paar Bilder hochladen? Fehlanzeige!

Soll Content als AMP Story ausgespielt werden, muss er im entsprechenden Code eingebettet sein, was für viele Content-Producer und -Marketer ohne die nötigen Ressourcen ein Ausschlusskriterium sein könnte. Immerhin lässt sich nicht jede Page einfach so in eine AMP-Seite umwandeln, auch wenn es schön wäre. Eine kleine Hilfe sind allerdings die online verfügbaren Tutorials, die neue User Schritt für Schritt durch die Erstellung einer AMP Story führen. Auch die gibt es kostenlos.

Namhafte Beta-Tester: Washington Post und CNN sind begeistert von Google AMP

Große Verlags- und Medienhäuser jedenfalls scheinen den zusätzlichen Aufwand nicht zu scheuen und sind bereits mit eigenen AMP Stories um die Ecke gekommen. Darunter sind beispielsweise BBC, CNN, Die Washington Post, People, diverse Online-Magazine wie Wired oder Mashable und noch einige mehr. Diese Partner waren auch schon in der Beta des neuen Formats mit am Start und zeichnen ein klar positives Bild von dem neuen Format:

“AMP stories have incredible potential to enhance how we create mobile content.” sagte beispielsweise Doug Parker, Vizepräsident des US-Verlagshauses Meredith. “Our team can easily create beautiful, media-rich stories that our users will now be able to access quickly across the web. We continue to be focused on creating the best content for every platform and the creative possibilities on AMP stories are endless”

Tatsächlich scheinen die Möglichkeiten mit Googles AMP Stories auf den ersten Blick umfangreicher zu sein als bei den Vorreitern. Formulare, Buttons, Fotos, Videos, animierte Bilder, Links, Shopping-Widgets, und und und. Der Open-Source-Ansatz und die Tatsache, dass Stories von der Pike auf gecodet werden, erlaubt eine ganz neue Flexiblität und Freiheit bei der Gestaltung. Alleine Möglichkeiten für Übergänge und Blenden zwischen einzelnen Bildern gibt es viele. Diese eröffnet kreativen Spielraum.

Die Story hinter der Story: Was hat es mit Google AMP auf sich?

Das Allerbeste an der Sache sind allerdings die kurzen Ladezeiten, selbst für AMP-Seiten mit komplexem Aufbau und vielen Medien-Inhalten. Dafür sorgt das zugrundeliegende Framework. Google AMP (kurz für: Accelerated Mobile Pages) ist eine Open-Source-Initiative, ins Leben gerufen von Google. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, mobile Webseiten schneller, flexibler und schöner zu machen. Möglich wird das durch die Verbindung von HTML-, CSS-, JavaScript- und speziellen AMP-Elementen von Google sowie ein festes Set von Regeln, wie die Struktur des Codes aufgebaut sein darf.

AMP läuft nun bereits seit 2016 und kann durchaus durchschlagende Erfolge feiern. Nicht nur die oben genannten Verlags- und Medienhäuser sind auf den Zug aufgesprungen und veröffentlichen neue News-Artikel bevorzugt über das AMP-Format. Nein: Mehr als 900.000 weitere Domains setzen mittlerweile auf Googles Framework, Tendenz steigend.

Der große Vorteil von AMP-Seiten: Die Seitenladezeit ist extrem verkürzt. Anders als mobile Ansichten herkömmlicher Websites beschränken sich die AMP-Seiten ausschließlich auf die nötigsten Elemente und stellen diese übersichtlich, schnell und einfach dar. Das bringt nicht nur einen indirekten SEO-Vorteil wegen verringerter Bounce-Rates, etc., sondern gleichzeitig einen direkten, da Google die schnell-ladenden AMP-Seiten in den Suchergebnissen bevorzugt.

Die AMP Stories sind nun der neueste Streich der Initiative und wurden ebenfalls von Google dem Framework hinzugefügt. Im Februar 2018 in die Beta gestartet steht das Content-Format nun jedem zum Ausprobieren und Spielen zur Verfügung. Und das – ganz nach Open-Source-Manier – völlig kostenlos.

Nicht nur das Format ist entscheidend. Bei der Contenterstellung kommt es auf viele Faktoren an. Welche das sind, verrät dir unser eBook “Die Kunst der Social Media Content Kreation”. Lade es dir jetzt herunter und erfahre, wie du Social Media Inhalte planen, erstellen und veröffentlichen kannst und wie du ihre Effektivität misst.

Vorläufiges Fazit: Schnell einsteigen könnte sich lohnen!

Der Launch der AMP Stories ist eine gute Nachricht für alle Content-Produzenten und -Designer. Die Stories sehen großartig aus, geben Content auf Mobilgeräten das Extra an Style und Usability und haben eine riesige Reichweite. Aktuell noch eine Spielerei großer Verlagshäuser, könnten die AMP Stories demnächst auch bei “kleineren” Content-Producern ankommen und von dort aus die Produktion von mobilem Content umkrempeln. Ein früher Einstieg in die Stories (und in Google AMP im Allgemeinen) dürfte dann auch hierzulande ein lohnender Wettbewerbsvorteil sein, der nur mit geringen Kosten verbunden ist. Nur hineindenken muss man sich in Googles AMP-Framework.

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