Storyboard erstellen leicht gemacht: So planst du dein Social-Media-Video
Du willst ein Social-Media Video planen und weißt nicht, wo du anfangen sollst? Ein Storyboard macht deine Ideen sichtbar und bringt dein Team auf Kurs. Du sparst Zeit und Aufwand und überzeugst Nutzer:innen mit einer konsistenten Storyline.
In diesem Artikel zeigen wir dir,
- wie du ein Storyboard erstellen kannst,
- welche Vorteile das bringt und
- wie dir moderne Tools bei der Erstellung helfen.
Eine wichtige Information gleich vorweg: Für unsere Tipps brauchst du weder Zeichentalent noch eine Ausbildung zum Storyboard Artist.
Key Takeaways
- Ein Storyboard sorgt für Struktur, spart Zeit und verbessert die Teamkommunikation: Durch visuelle Planung wird deine Videoproduktion effizienter, Entscheidungsschleifen werden reduziert und alle Beteiligten erhalten eine klare Orientierung.
- Bereits einfache Skizzen reichen aus, um Ideen wirkungsvoll zu visualisieren: Strichzeichnungen, Richtungspfeile und kurze Notizen machen Bildaufbau, Abläufe und Emotionen verständlich. Entscheidend sind Klarheit und Funktion, nicht Perfektion.
- Digitale Tools und KI erleichtern die Storyboard-Erstellung und fördern die Kreativität: Ob mit Vorlagen in Word, Canva oder KI-gestützten Text-zu-Bild-Lösungen: Moderne Werkzeuge unterstützen dich dabei, schnell aussagekräftige Panels zu entwickeln und diese gemeinsam im Team weiterzuentwickeln.
Was ist ein Storyboard?
Ein Storyboard zeigt Schritt für Schritt, wie die Handlung in einem Video aufgebaut ist. Statt deine Idee ausschließlich im Kopf oder in Textform zu entwickeln, bringst du sie in Form von Panels auf Papier oder Bildschirm. Jedes Panel steht für eine Szene oder Kameraperspektive. Damit wird aus einer vagen Vorstellung ein klarer Ablauf, der für alle im Team nachvollziehbar ist.
Typische Bestandteile eines Storyboards sind die folgenden:
- Skizzen für jede Szene
- Hinweise zu Kameraeinstellungen
- Dialoge
- Regieanweisungen
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Pinterest. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenGut geplante Storyboards kombinieren Bildabfolge, Handlung, Technik und Timing in einer übersichtlichen Struktur – ob per Hand gezeichnet oder mit einem Tool erstellt.
Warum du für dein Social-Media-Video ein Storyboard erstellen solltest
Natürlich kannst du auf die Vorarbeit verzichten und einfach drauflos filmen. Aber ein gutes Storyboard zu erstellen, hat mehrere Vorteile für Social-Media-Videos:
- Mehr Überzeugungskraft durch klare Struktur: Hooks, Übergänge und CTAs sind genau geplant. Du überzeugst User:innen mit einem spannenden Einstieg, einer präzisen Story und einem roten Faden.
- Effizientere Produktion: Durch die visuelle Planung weiß dein Team (Kamera, Schnitt, Sprecher:in, Creator:in) genau, was wann gefilmt werden soll. Das spart Zeit und Kosten, weil weniger improvisiert oder nachgedreht werden muss.
- Bessere Abstimmung: Ein Storyboard erleichtert die Kommunikation im Team und mit Vorgesetzten oder Kund:innen. Voraussetzung ist, dass es für alle verständlich ist. Auf diesen Punkt kommen wir noch zurück.
- Leichtere Änderungen: Weil du einen guten Überblick hast, kannst du leichter Änderungen durchführen, auch kurzfristig, die sofort für alle Beteiligten nachvollziehbar sind.
- Konsistentes Branding: Gerade bei Marken-Accounts auf Instagram, LinkedIn oder YouTube sorgt ein Storyboard dafür, dass Stil, Farbwelt, Text-Overlays und Botschaften von Videos einheitlich bleiben.
Das heißt nicht, dass du für jedes Social-Media-Video ein Storyboard erstellen solltest.
Für welche Social-Media-Videos bieten sich Storyboards an?
Ein Storyboard ist immer dann sinnvoll, wenn in deinem Video mehrere Szenen, ein Spannungsbogen oder visuelle Abfolgen eine Rolle spielen und eine gut geplante Szenenabfolge vorteilhaft ist.
Das trifft zum Beispiel zu auf
- Kampagnenvideos (z. B. Produktlaunch, Markenstory, Recruiting-Spot)
- Erklärvideos / Tutorials (z. B. „So funktioniert unser Tool“)
- Image- oder Storytelling-Videos mit mehreren Szenen oder Sprecher:innen
- Animierte Videos oder Reels mit Text-Overlays
Ein Video wie das folgende ist ohne Storyboard schwer vorstellbar:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenAnders sieht es aus, wenn Spontanität und Authentizität im Vordergrund stehen. Dann ist es oft besser, auf ein Storyboard zu verzichten.
Du beginnst gerade erst damit, Social-Media-Videos zu erstellen oder hast schon länger Probleme damit, deine Kolleg:innen zum Mitmachen zu bewegen? Hol dir jetzt Tipps für einen erfolgreichen Start und lies unseren Ratgeber zur Videoerstellung für Einsteiger:innen und Kamerascheue.
Die 7 Schritte zum erfolgreichen Storyboard
Jedes Storyboard ist anders. Aber bei der Erstellung kannst du dich immer an den folgenden 7 Schritten orientieren.
1. Ziel klären
Damit dein Video später funktioniert, brauchst du eine klare Vorlage für den Ablauf. Überlege dir, was deine Story ausdrücken soll und welche Emotionen dabei wichtig sind. Ohne dieses Ziel geht schnell der rote Faden verloren.
2. Drehbuch durchgehen
Lies dein Drehbuch oder das Briefing genau. Achte auf Ton, Aufbau und Übergänge. Nur wenn du alle Elemente kennst, kannst du sie später sinnvoll in Szenenbilder übersetzen.
3. Panels definieren
Überlege, welche Szenen bei deiner Geschichte zählen. Zeige nur die Momente, die Handlung, Gefühl oder Kontext tragen. Diese bilden das Gerüst deiner Panels.
4. Panels aufzeichnen
Skizziere zu jeder Szene mindestens ein Panel. Du brauchst kein Zeichentalent, Strichfiguren reichen.
5. Details ergänzen
Füge Bewegungspfeile, Geräusche, Kameraeinstellungen oder Regieanweisungen hinzu. Diese Infos machen später bei Schnitt, Licht oder Ton den Unterschied.
6. Panels nummerieren und prüfen
Nummeriere deine Panels. Kontrolliere, ob der Ablauf logisch ist und der Schnitt zwischen den Szenen passt.
7. Feedback holen
Zeige dein Storyboard Kolleg:innen oder Kund:innen. Nutze Tools wie digitale Whiteboards, um gemeinsam daran zu arbeiten. Feedback bringt oft Ideen, die du vorher übersehen hast.
Wie detailliert sollte ein Storyboard sein?
Die gute Nachricht: Dein Storyboard muss nicht bis ins letzte Pixel durchgestylt sein. Entscheidend ist, dass alle wichtigen Details erkennbar sind und dein Team sofort versteht, worum es geht.
Wichtige Bestandteile sind:
- Strichmännchen oder einfache Skizzen je Szene
- Richtungspfeile für Kamera- oder Figurenbewegung
- Notizen für Musik, Voice-over oder Sounds
- Kleine Symbole für Perspektivenwechsel oder Schnitt
- Notizen zur Handlung in der jeweiligen Szene
Auch die Komposition spielt mit rein. Markiere Schwerpunkte im Bild, den Dialogfokus oder einen Wechsel der Szene.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Pinterest. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenEin gutes Social-Media-Briefing hilft dir dabei, dein Konzept für alle verständlich aufzubereiten. So klappt die Übergabe ans Team reibungslos und dein Storyboard erfüllt seinen Zweck: Orientierung geben.
Tools und Vorlagen für die Erstellung von Storyboards
Ob du dein Storyboard lieber digital, per Hand oder gemeinsam im Team erstellst – passende Tools und Vorlagen gibt es für fast jedes Setup.
Für den Einstieg brauchst du kein Design-Tool-Profi zu sein. Viele nutzen eines der folgenden Basis-Instrumente:
- Storyboard Vorlage in Word: Raster zum Ausfüllen oder Ausdrucken
- Canva-Vorlage: ideal für visuelle Experimente mit Farben oder Symbolen
- Analoge Vorlagen: flexibel einsetzbar, auch ohne WLAN oder Tablets
Storyboard erstellen mit KI: So unterstützt dich künstliche Intelligenz
KI-Tools eröffnen neue Möglichkeiten für das Erstellen von Storyboards:
- Text-Prompts erzeugen automatisch Panel-Entwürfe.
- Stimmungsbilder helfen, Stil und Atmosphäre früh festzulegen.
- Automatische Varianten und Reihenfolgen erleichtern die Strukturierung komplexer Szenen.
Daneben sorgt KI oft für frische kreative Perspektiven. Sie liefert dir automatisch Vorschläge für Motive, Mimik, Perspektiven oder Lichtstimmungen, die du sonst vielleicht übersehen würdest.
KI-Tools, mit denen du Storyboards erstellen kannst, gibt es immer mehr. Gute Beispiele sind die folgenden beiden:
- Adobe Firefly
Mit wenigen Text-Prompts erzeugst du realistische oder stilisierte Szenen, experimentierst mit Kameraeinstellungen und kannst Varianten direkt in dein Storyboard übernehmen. - LTX Studio
LTX Studio wurde speziell für KI-gestützte Film- und Videoproduktion entwickelt. Das Tool wandelt Skripte oder Textbeschreibungen automatisch in komplette visuelle Sequenzen um – inklusive Kameraeinstellungen, Szenenstruktur und Timing. Ideal, um Storyboards schnell in dynamische Visuals zu verwandeln.
Wichtig: Bei der Auswahl kommt es entscheidend auf die Verwendung an. In der Filmproduktion und für aufwändige Imagevideos brauchst du andere Storyboard-Tools als für Reels, die dein Produkt bewerben.
Storyboards machen die Videoproduktion erfolgreicher
Im ersten Moment erscheint dir die Erstellung eines Storyboards für ein Social-Media-Video vielleicht als unnötiger Zusatzaufwand. Doch du wirst schnell merken: Die Arbeit lohnt sich.
Vor allem bei der Erstellung von Tutorials, Kampagnen und Storytelling-Videos sorgt ein gutes Storyboard für eine effizientere Abstimmung und Produktion. Gleichzeitig trägt es entscheidend dazu bei, dass das Ergebnis wie aus einem Guss wirkt, deine Markensprache transportiert und deine Zielgruppe überzeugt. Die passenden Tools erleichtern die Arbeit, mit oder ohne KI.
Probier es einfach aus und überzeuge dich selbst von den Vorteilen von Social-Media-Storyboards.
Häufig gestellte Fragen zum Erstellen von Storyboards
Was ist ein Storyboard und wofür wird es genutzt?
Ein Storyboard ist eine visuelle Darstellung deiner Videoidee, Bild für Bild. Du skizzierst die wichtigsten Szenen, ergänzt Kameraeinstellungen, Regieanweisungen oder Dialoge. Das hilft dir und deinem Team, die Geschichte besser zu planen, den Ablauf zu strukturieren und Lücken frühzeitig zu erkennen.
Warum sollte ich ein Storyboard erstellen, bevor ich ein Video produziere?
Ein durchdachtes Storyboard spart Zeit, reduziert Abstimmungsschleifen und sorgt dafür, dass alle an einem Strang ziehen. Mit einem klaren Aufbau, gezielten Hooks und stimmigen Übergängen wirkt dein Video direkt professioneller und emotionaler. Du weißt genau, welche Szenen du brauchst, was du zeigen willst und wie du deine Zuschauer:innen überzeugst.
Gibt es eine einfache Storyboard-Vorlage, mit der ich starten kann?
Ideal zum Einstieg ist eine Storyboard-Vorlage in Word, zum Ausdrucken oder direkt Ausfüllen. Du findest außerdem nützliche digitale Vorlagen in Tools wie Canva oder Adobe Express. Ob auf Papier oder Bildschirm: Wichtig ist, dass du schnell kreative Ideen festhalten kannst, ohne viel Zeit ins Design zu investieren.
Wie detailliert sollte ein gutes Storyboard wirklich sein?
Das hängt von deinem Projekt ab. Für schnelle Social-Media-Clips reichen einfache Panels mit Strichmännchen, Richtungspfeilen und kurzen Notizen. Für komplexere Produktionen können detaillierte Zeichnungen, Kameraangaben und Schnittpunkte hilfreich sein. Die Hauptsache ist, dass deine Story klar wird – auch für andere.
Wie kann ich mein Storyboard mit KI erstellen?
Künstliche Intelligenz hilft dir vor allem beim schnellen Visualisieren. Mit Tools für Text-zu-Bild kannst du passende Panels erzeugen, auch ohne Zeichenkenntnisse. Gib einfach eine Szene als Prompt ein, und schon erhältst du erste Bildideen. Einige KI-Anwendungen bieten sogar Hilfe beim Strukturieren von Storylines oder beim Erstellen kompletter Varianten für dein Storyboard.
Welche Tipps zur Storyboard-Erstellung sollte ich unbedingt beachten?
Kläre zuerst das Ziel deines Videos, lege nur relevante Szenen als Panels an und achte auf klare Abläufe. Nummeriere deine Panels, um später leichter Änderungen vornehmen zu können. Hol dir Feedback aus dem Team und nutze Vorlagen, um Zeit zu sparen.