Die besten Social Video Plattformen für Unternehmen 1

Die besten Social Video Plattformen für Unternehmen

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Online-Videos werden immer mehr zu einem der stärksten Instrumente für Unternehmen, vor allem in der Kombination mit Social Media und qualitativ hochwertigem Content. Cisco Systems sagte im Juni 2014 in einer Studie vorher, dass bis zum Jahr 2018 InternetnutzerInnen zwischen 80 und 90 Prozent ihres Contents in Form von Videos konsumieren werden. Allerdings macht die Tatsache, dass Videos im Gegensatz zu den meisten anderen Contentarten aufwändig produziert werden müssen, die Sache nicht gerade leicht – vor allem für kleinere Unternehmen, denen dafür oft schlicht und einfach die notwendigen Ressourcen fehlen.

Heutzutage gibt es unzählige Online-Video-Plattformen, die Unternehmen zielgruppengerecht einsetzen können. Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass die wachsende Beliebtheit von Videos dazu führen wird, dass in der Zukunft wohl alle sozialen Netzwerke Videos nativ einbinden werden. Hier eine Liste jener Top Plattformen, die heute schon Videos für Social Media unterstützen:

YouTube

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Trotz aller Konkurrenz ist und bleibt YouTube nach wie vor der Spitzenreiter unter den Social Video Plattformen. Laut Statistiken von YouTube werden jede Minute mehr als 300 Stunden Videomaterial von mehr als einer Milliarde UserInnen hochgeladen. Die Plattform ermöglicht es Marken, ihre Videos hochzuladen, woanders einzubinden, und zu teilen – und das alles gratis und in hoher Bildqualität. Viele Marken richten auch einen eigenen Channel ein, auf den wiederum ihre Fans Inhalte hochladen können. Nach wie vor kann man auf YouTube eine große Anzahl an Views einfahren. Laut Nielsen erreicht YouTube inzwischen mehr AmerikanerInnen der, bei Werbern so beliebten, 18-34 Altersspanne als jedes Kabelfernsehnetz. Social Videos sind ein wesentlicher Teil des YouTube Netzwerkes und ermöglichen es Unternehmen jeglicher Größe mit ihrem Publikum in den Kontakt zu treten.

Kurzes Video, aber hohe Qualität

Generell funktionieren kurze Videos (unter 3 Minuten) am besten. Während bei Plattformen wie Vine und Instagram die Kreativität im Vordergrund steht, erwarten BesucherInnen auf YouTube doch eine gewisse Produktionsqualität von Marken. Unternehmen können für YouTube unterhaltsame aber auch lehrreiche Videos produzieren, in denen die ZuseherInnen etwas über das Produkt oder die angebotenen Dienstleistungen erfahren.

Facebook Videos

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Obwohl viele Facebook noch nicht als Video Plattform wie YouTube oder Vine wahrnehmen, hat sich das Netzwerk im vergangenen Jahr als ernstzunehmende Social Video Plattform positioniert. Laut einem eMarketer Report mit dem Namen “Video Advertising: How Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr and Snapchat Are Changing the Rules” hat sogar ausgerechnet Facebook das Potenzial, YouTube um seine derzeit 20% Marktanteil bei Video-Werbeausgaben (in den USA) bangen zu lassen. Zu Facebooks Video Features zählen nicht nur die von YouTube bekannten Aufrufszahlen, sondern auch Autoplay-Funktionen auf Markenseiten selbst sowie im News Feed der UserInnen, sofern diese das zulassen.

Native Facebook Videos haben Vorrang

Der Algorithmus von Facebook zeigt bevorzugt Videos an, die direkt auf Facebook hochgeladen wurden. Je mehr Menschen ein Video einer Marke zumindest zu 95% fertig ansehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Algorithmus weitere Videos der Marke in den Newsfeed der NutzerInnen katapultiert. Das führt dazu – so die Erklärung von Facebook selbst –, dass Videos die angesehen werden, ein breiteres Publikum erreichen als jene, die von Anfang an von den NutzerInnen ignoriert werden.

Laut einer Umfrage des Pew Research Center vom September 2014 besuchen 70% aller Facebook-UserInnen die Plattform täglich, 45% sogar mehrmals am Tag. Facebook selbst gab 2014 an, dass täglich mehr als eine Milliarde Videos angesehen werden und UserInnen um 75 Prozent mehr Videos posten als sie es noch 2013 getan haben. Die durchschnittliche Länge von Facebook Videos ist 44 Sekunden, und es gibt Studien, die besagen, dass Videos mit 21 Sekunden Länge die beste Chancen haben, bis zum Schluss angesehen zu werden. Mehr als 65% aller Videoaufrufe auf Facebook kommen von mobilen Geräten. Unternehmen können mit Facebook Videos wachsen und ihre Online-Communities stärker einbinden. Mit Videos, die am Ende einen Call-to-Action beinhalten, können sie zudem Traffic von der Facebookseite zur Landing Page lenken.

Quer durch alle Altergruppen

Die größte demographische Gruppe auf Facebook sind Menschen zwischen 25 und 34 Jahren, allerdings machen sie dennoch nur etwa 30 Prozent aller NutzerInnen aus. Die restlichen 70% teilen sich auf andere Altersgruppen auf, die ebenso über Facebook erreicht werden können. Das ist auch der Grund, warum Facebook für Unternehmen mit den unterschiedlichsten Zielgruppen so gut funktioniert. Unternehmen können die Plattform nutzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen in eigenen Videos zu promoten, Fans dazu anzuspornen, selbst Videos zum Produkt hochzuladen oder ihnen sogar persönliche Nachrichten zu schicken.

Twitter Videos

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Twitter wird primär als Plattform für Real-Time Inhalte und Breaking News wahrgenommen. Seit 2014 gibt es mit Twitter Cards jedoch auch die Möglichkeit, GIFs, Photos, Emoji und andere Medienarten zu posten. Für Unternehmen bietet dies natürlich vielfältige und eindrucksstarke Möglichkeiten für ihre Promoted Posts. Mit Twitter Cards können Unternehmen Videos in einen Tweet einbinden, die dann direkt im Stream der UserInnen aufscheinen. Laut Twitter generieren Tweets mit nativen Videos generell mehr Aufmerksamkeit als verlinkte. Mit dem Promoted Videos Feature können Unternehmen sogar in einem Schritt bis zu 30 Sekunden lange Videos direkt aufnehmen, schneiden und auf Twitter posten. Mit Twitter Amplify können sie danach die Reichweite und Wirksamkeit ihrer Inhalten messen. Falls diese, kostenpflichtigen, Varianten für Unternehmen zu teuer sind, können sie stattdessen Vines direkt in Tweets einbinden. Auch diese werden im Stream angezeigt und nicht nur verlinkt. Laut dem Quartalsbericht von Twitter (2014/Q3) beherbergt die Plattform 284 Millionen UserInnen pro Monat, ein jährliches Wachstum von 23%. Timelime-Aufrufe sind auf 181 Milliarden gestiegen und werden, allen Erwartungen nach, noch weiter wachsen, da immer mehr Marken Videos in ihre Tweets integrieren.

Alles, was du über Periscope wissen musst

Ende März 2015 stellte Twitter eine neue Videostreaming-App namens Periscope vor. Mit Periscope können Live Videos ausgestrahlt werden, ZuseherInnen können die Videos aber auch zum späteren Ansehen bookmarken. TechCrunch erklärt Periscope wie folgt: „Wenn man Periscope öffnet, sieht man aktuelle Live-Übertragungen oder kann sich kürzlich aufgezeichnete Streams ansehen. Periscope Streams können sowohl öffentlich als auch privat sein. Man kann den Link zu einem Stream einfach auf Twitter posten oder auch eine Handvoll Freunde abseits der Öffentlichkeit zum Stream einladen. Streams erlauben Live-Kommentare, die sowohl vom Übertragenden als auch den EmpfängerInnen gesehen werden.“

Als Twitter mit Periscope startete, kamen natürlich schnell die Vergleiche mit Meerkat, das ebenfalls über Twitter distribuiert wird, zu Tage. Meerkat ist eine App des Startups Life on Air und erlaubt nur öffentliche Live-Streams. Aufzeichnungen oder private Streams sind hier aber nicht möglich.

Instagram Video

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Instagram ist Facebook’s Ass im Ärmel, wenn es um mobile Fotografie geht. Im Juni 2013 startete Instagram, in direkter Konkurrenz zu Vine, mit Social Videos. Wie die Fotos können auch die Videos mit Filtern bearbeitet werden. Die maximale Länge beträgt 15 Sekunden – laut gewissen Studien die optimale Länge für Click-Throughs bei Social Videos und somit optimal teilbarer Content. Instagram hat privat wie berufliche unzählige Einsatzmöglichkeiten. Für Unternehmen haben sich neue Möglichkeiten eröffnet, um Geschichten zu erzählen, sowie sich, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung von ihrer besten Seite zu zeigen. Ähnlich wie bei YouTube müssen Unternehmen Inhalte schaffen, die auf ihre Zielgruppe zugeschnitten sind. Nicht zu vernachlässigen sind auch die auf Instagram sehr beliebten Hashtags.

40% der Marktführer sind auf Instagram aktiv

Laut Simply Measured sind 40% der auf ihrem Markt führenden Marken auf Instagram aktiv, und über 25 Prozent posten mehr als ein Bild oder Video pro Woche. Die App hat 200 Millionen aktive User pro Monat und erfreut sich in allen Altersgruppen wachsender Beliebtheit. Unternehmen können Instagram-Posts nicht nur auf Facebook und Twitter, sondern auch auf Tumblr, Flickr, Foursquare oder per Email teilen. Nicht uninteressant ist auch, dass 2013 40% der Top 1.000 Instagram Videos von Marken kamen. Nach wie vor ist Instagram primär eine Photo-App; Videos machen nur etwa 6% der Postings aus, während Vine eine Plattform ist, auf der man erwartet, Videos zu sehen.

Vine

social_video_platform_vineDiese zu Twitter gehörende App erlaubt das Aufzeichnen, Schneiden und Teilen von 6 Sekunden langen Videos, die geloopt werden.

Die Plattform für kreative Super-Kurzfilme

Die wenigsten Unternehmen haben das Potential von Vine erkannt, aber für einige ist es die ideale Videoplattform und wird von manchen als Nichenplattform, sozusagen als YouTube für kreative Kurz-Videos bezeichnet. Auch hier geht es weniger um Bildqualität als um Storytelling. Wer auf Vine geht, erwartet innovative Inhalte. Eine auf diese Zielgruppe zugeschnittene Strategie kann also für Unternehmen durchaus lukrativ sein. Statistiken zeigen, dass Vine seit August 2013 mindestens 40 Millionen aktive UserInnen hat. 100 Millionen Menschen schauen jeden Monat Vines an, und jeden Tag entstehen mehr als eine Billiarde Video-Loops. Zielgruppen, die auf Vine zu finden sind, sind vornehmlich Teenager und Millennials. Wer diese Personengruppen nicht ansprechen möchte, kann Vine also getrost auslassen.

Während zu Beginn nur mit der App selbst aufgezeichnete Videos gepostet werden konnten, kann man inzwischen auch extern aufgenommenes Material hochladen. Das ermöglicht es Unternehmen, auch Videos mit höherer Bildqualität zu verteilen. Viele Marken nutzen Vine für Mini-Werbeclips, Behind-the-scenes-Rundgänge, Preisausschreiben, uvm. Vines können direkt im Twitter-Stream angesehen werden und erreichen somit mehr Leute als verlinkte Videos.

Google+ Hangouts

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Bei Google+ Hangouts können bis zu 10 Personen mittels Webcam und Screensharing miteinander kommunizieren. Seit Juli 2014 kann jede/r mit einem Google Apps Account vom Desktop oder einem Chromebox for Meetings Gerät ein Meeting beginnen oder bei einem mitmachen – auch ohne Google+ Account. Hangouts können auch auf YouTube aufgezeichnet und auf anderen Netzwerken gepostet werden. Zudem können sie auch auf dem eigenen YouTube Profil zur späteren Nutzung gespeichert werden.

Fokus auf Information

Unternehmen können Google+ Hangouts für Webinare, Interviews, Paneldiskussionen, Business Meetings etc. nutzen. Es geht dabei um den Informationswert und weniger um Produktionsqualität. Man kann mit Interessenten interagieren und ein neues Online-Publikum anlocken, indem man interessanten und wertvollen Content anbietet.

Fazit

Alles in allem sollten Unternehmen wissen, dass YouTube und Facebook nach wie vor die Top Mitstreiter sind, wenn es um Social Videos geht, und daher unbedingt genutzt werden sollten. Twitter funktioniert vor allem dann sehr gut, wenn NutzerInnen selber Videos über eine Marke posten, während Instagram und Vine kreativere Möglichkeiten zulassen. Google+ sollte man für Webinare, Meetings etc. nutzen. Unabhängig von der Plattform, auf denen du deine Videoinhalte promoten möchtest, solltest du auf jeden Fall vorher deine Zielgruppe im Detail recherchieren!

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