3 Perspektiven auf Social Media Content Management
Social Media Redaktionsplanung, Kreation und Veröffentlichung von Inhalten sind spannende Themen und werden oft sehr unterschiedlich durchgefĂŒhrt. Darum haben wir einige unserer Kunden und Partner gefragt wie sie im Unternehmen die Social Media Content Planung handhaben. Konkret hat uns interessiert wie die Social Media Content Kreation und Veröffentlichung gehandhabt wird, in welchem Team/Agentur/Freelancer Setup gearbeitet wird, in welchen Intervallen die Inhalte geplant und veröffentlicht werden und natĂŒrlich mit welchen Tools primĂ€r gearbeitet wird. Erfahre in diesem Artikel wie Unternehmen wie Pulpmedia, Joya und Vier Pfoten ihr Social Media Content Management handhaben.
Social Media Content Management Perspektive #1: Agentur
Paul Lanzerstorfer ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Linzer Online-Marketing-Agentur Pulpmedia. GegrĂŒndet 2005 gemeinsam mit seinem ehemaligen Studienkollegen Robert Bogner, bietet die Agentur 360°-Online-Marketing an â von Web Development ĂŒber Social-Media-Betreuung und Videoproduktion bis Consulting. Lanzerstorfer hat Medientechnik und -design an der FH Hagenberg studiert und Auslandserfahrung als Online-Marketing-Manager bei Room9 Ltd. in Neuseeland gesammelt. Paul berichtet ĂŒber Content Management fĂŒr Social Media aus der Agentur Perspektive.

Wir machen zu Beginn jeder Zusammenarbeit einen Workshop mit dem Kunden. In diesem werden Ziel, Zielgruppe (Personas), Content-Ideen, KPIs, Workflows und Verantwortlichkeiten geklĂ€rt. Die Ergebnisse aus diesem Workshop bieten dann die Basis fĂŒr die Grundplanung: Die Channels ergeben sich aus Personas und Ziel, Content-Types werden aufgrund der VerfĂŒgbarkeit (welcher Content kann regelmĂ€Ăig in hoher QualitĂ€t zur VerfĂŒgung gestellt werden) definiert. Anders gesagt: Es wird definiert, was wann von wem wo veröffentlicht wird.
Die Zusammenarbeit unterscheidet sich von Kunde zu Kunde. Bei manchen treten wir rein als Berater auf, bei manchen ĂŒbernehmen wir das komplette Social-Media-Marketing. Meistens vereinbaren wir Quartals Meetings, in denen die vergangenen Monate analysiert und die folgenden Monate grob geplant werden. Je nach Anzahl der Postings erstellen wir monatliche oder zweiwöchige Content-PlĂ€ne. Oft werden diese noch mit Backup-Ideen (z.B. fĂŒr wetterabhĂ€ngige Postings) ergĂ€nzt. Dazu kommen natĂŒrlich immer wieder kurzfristige Postings, um zB auf aktuelle Ereignisse oder auch Aktionen des Kunden eingehen zu können.
Die Ideensammlung und der interne Workflow findet meistens ĂŒber Trello statt, die Freigabe durch den Kunden erfolgt sehr unterschiedlich (z.B. ĂŒber eine âSandboxâ â eine unveröffentlichte Seite â auf Facebook). FĂŒr Veröffentlichung und Community-Management setzen wir ebenfalls unterschiedliche Tools (z.B. Swat.io oder Socialbakers) ein, je nachdem, was fĂŒr die Kundenanforderungen besser passt.
Wir orientieren uns bei allem sehr stark am Kunden und haben kein fixes Framework, wie etwas abzulaufen hat. Es ist uns wichtig, den Kunden zu unterstĂŒtzen und nicht zu bevormunden. Wir machen fast alles in-house, auch Videocontent, das gibt uns die FlexibilitĂ€t, diese UnterstĂŒtzung bestmöglich anzubieten.
Social Media Content Management Perspektive #2: Inhouse
Doris Baumgartner ist Social Media Managerin bei Mona Naturprodukte und fĂŒr die Social Media KanĂ€le, die Content Planung im Blog und Kooperationen mit Bloggern bei der Marke Joya verantwortlich. Doris erzĂ€hlt uns etwas ĂŒber die Social Media Content Planungsprozesse und AblĂ€ufe im Unternehmen.

Wir machen die gesamte Content Planung und den gröĂten Teil der Erstellung selbst inhouse, ein kleiner Teil kommt aus Kooperationen wie zum Beispiel Rezepte von Food Bloggern. Da wir stark wachsen, ziehen wir auch die Zusammenarbeit mit Freelancern oder Agenturen in Betracht.
Die Schwerpunktthemen stimme ich circa monatlich mit dem Brand Management ab, in der Detailplanung und Gestaltung haben wir im Online Bereich ziemlich freie Hand, das ist ein groĂer Vorteil. Deshalb kommt ein Teil des Contents auch kurzfristig. Ein Nachteil ist allerdings das bekannte ânicht ĂŒber den Tellerrand schauenâ, wenn nur ein bis zwei Leute am Content arbeiten. Auf Facebook und Instagram publizieren wir ein bis zwei Posts pro Tag. Hinzu kommen zwei bis vier Artikel pro Monat auf unserem Joya-Blog und neue Rezepte auf der Website.
Content wird zum GroĂteil intern erstellt (Social Media und Grafiker), Videos von der Produktionsfirma, GastbeitrĂ€ge, Rezepte usw. von Partnern und BloggerInnen.
FĂŒr die Content Planung und das Community Management verwenden wir Swat.io, fĂŒr Projekte Basecamp oder Trello, fĂŒr Statistiken Fanpage Karma und influencer.db und last but not least ein recht bekanntes Tabellenkalkulations Tool namens Excel.
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Social Media Content Management Perspektive #3: Non-Governmental Organisation
Lisa BrandstĂ€tter ist im Online Marketing Team fĂŒr VIER PFOTEN International tĂ€tig und mit ihren TeamkollegInnen nicht nur fĂŒr die Social Media KanĂ€le (Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat, YouTube und Pinterest), sondern die gesamte Online PrĂ€senz der internationalen Tierschutzorganisation verantwortlich. Sie berichtet ĂŒber die Herausforderungen einer NGO in der Content Planung.

Da wir unter anderem viele aktuelle Tierschutzthemen kommunizieren, ist spontanes Handeln gleich wichtig wie Content Planung im klassischen Sinn. Trotzdem haben auch wir Planungsprozesse wie einen Online Jour Fixe am Anfang der Woche, bei dem aktuelle Themen, Ideen und die Content Planung besprochen werden.
Da VIER PFOTEN eine NGO ist, versuchen wir möglichst effektiv und Ressourcenschonend zu arbeiten. Deshalb haben wir auch ein Team, das unter anderem filmt, schneidet und Videos fĂŒr unsere KanĂ€le in den optimalen Formaten produziert: fĂŒr Facebook quadratische, kurze Videos mit Untertitel (zwischen 30 â 60 Sek.), fĂŒr YouTube lĂ€ngere Videos mit Musik oder O-Ton (2- 4 Min.), fĂŒr Instagram und Twitter, Clips mit geringerer QualitĂ€t. Deshalb arbeiten wir eng mit unserem Video-Team zusammen, um möglichst effektiven Content zu produzieren. Bei Bildern haben wir Folgendes beobachtet: Positive Bilder performen besser, wenn die QualitĂ€t der Fotos gut ist (z.B. glĂŒckliche Kuh auf der Weide). Bei negativen Bildern reicht oftmals ein Handyfoto, je authentischer desto besser (z.B. eingesperrter BĂ€r in dunkler Kammer).
Was die Postingzeiten und -intervalle betrifft, variieren wir von Kanal zu Kanal. Auf unserer gröĂten VIER PFOTEN DACH Seite (290.000 Likes) versuchen wir dreimal tĂ€glich zu posten, auf Instagram laden wir einmal tĂ€glich ein Bild(er) oder Video hoch, Twitter variiert stark: es kann ein Tweet sein oder auch mal 5 Tweets pro Tag. Snapchat (und auch Insta Stories) verwenden wir nur, wenn wir spannende StraĂenaktionen, Rettungsmissionen oder Kampagnenstarts haben. Hier lassen wir gerne Digital Influencer unseren Account ĂŒbernehmen. Facebook Live wird derzeit sporadisch genutzt.
Tools verwenden wir derzeit noch nicht, da wir aber mittlerweile 11 Facebook Seiten, 4 Instagram Pages und mehrere Twitter Accounts haben, möchten wir möglichst bald ein Tool wie Swat.io zur besseren Planung, Veröffentlichung und UnterstĂŒtzung im Community Management verwenden.
Weitere Perspektiven? Schreib uns!
Du hast eine andere Perspektive auf die Social Media Redaktionsplanung, Kreation und Veröffentlichung von Inhalten? Wenn ja â teilt sie mit uns und unseren Lesern, am besten direkt in den Kommentaren oder per Email mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung!
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