Shares, Likes & Favourites: Warum wir auf Social Media interagieren 1

Shares, Likes & Favourites: Warum wir auf Social Media interagieren

social_media_management Menschen mögen es, mit Inhalten zu interagieren. In einer einzigen Minute werden 347.000 Tweets verschickt, 4.166.667 Facebook Updates geliked, 1.736.111 Photos auf Instagram geliked, und 300 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen.

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Bildquelle: DOMO.com

Die Psychologie beschäftigt sich damit, warum Menschen sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Darunter fällt auch unser Social Media-Verhalten. Also, warum teilen, liken und faven Menschen eigentlich Inhalte auf Sozialen Netzwerken?

Um der eigenen Identität Ausdruck zu verleihen

30–40 Prozent der Zeit, die wir sprechen, sprechen wir über uns selbst. Bei Social Media Postings steigt dieser Prozentsatz sogar auf 80 Prozent an.

Eine Studie der New York Times hat ergeben, dass 68% der Befragten posten, um anderen Leuten zu vermitteln, wer sie sind und was sie bewegt. So unterstützen sie etwa eine politische Kampagne, um ihre Ansichten zu zeigen, teilen ein lustiges Video um ihren Sinn für Humor mitzuteilen, oder posten einen Filmtrailer um ihren Filmgeschmack zu präsentieren.

Der Psychologe Carl Rogers warnt jedoch davor, alles für bare Münze zu nehmen: Was Menschen teilen, liken, retweeten oder faven hat unter Umständen nichts mit ihrem wahren Ich zu tun, sondern vielmehr mit dem Wunschbild, das sie von sich selbst haben. Rogers ist der Meinung, dass wir Verhaltensmuster an den Tag legen, die uns näher an unser ideales Selbst bringen. Geteilte Inhalte können also sehr wohl jene Person zeigen, als die wir von der Welt gesehen werden wollen — nur halt nicht jene Person, die wir wirklich sind.

Auch Marken stellen einen großen Teil unseres Wunschbilds dar — offline wie online. Zudem zeigen Marken auch, zu welcher Gruppe jemand gehört oder gehören möchte.   

Um Beziehungen zu pflegen und zu bereichern

Der Hauptgrund für Interaktionen sind oft schlicht andere Menschen: 78% Befragte geben an, dass es ihnen ermöglicht, mit anderen verbunden zu bleiben. Wenn wir die Postings von anderen liken, teilen oder faven, dann pflegen und bereichern wir auch unsere Beziehungen zu diesen Menschen. Damit verbunden ist auch eine gewisse Gegenseitigkeit — man gibt quasi etwas zurück. Du hast doch sicherlich schon mal ein Posting von Freunden geliked, weil sie auch immer deine Updates liken, oder?

Soziale Netzwerke sind eine unkomplizierte und bequeme Möglichkeit, mit FreundInnen im Kontakt zu bleiben, auch wenn man sich nicht treffen kann. Daher teilen wir auch gerne Inhalte, die auf geteilte Erlebnisse anspielen oder von denen wir glauben, dass sie für bestimmte FreundInnen oder eine Gruppe von Freunden besonders interessant sein könnten.
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Die Macht des Kommentars

Ob Interaktionen und Gespräche auf Sozialen Netzwerken relevant sind, hängt stark davon ab, ob man gewisse Werte und Vorstellungen miteinander teilt. Ansonsten sind Gespräche nämlich bedeutungslos.

Immerhin 85% lesen die Kommentare anderer, um eine Thematik besser zu verstehen und Informationen zu verarbeiten. Das heißt, dass Kommentare auch durchaus das Potenzial haben, Meinungen zu ändern und zu beeinflussen.

Dementsprechend kann auch ein Kommentar zu einer Marke, einem Service oder sogar einer Person, der irgendwo online gepostet wird, die Meinung der LeserInnen maßgeblich prägen und verändern. Dabei ist es vollkommen unwichtig, ob der Kommentar auf Fakten basiert oder nicht.

Darin verbirgt sich auch die große Gefahr: Es ist schier unmöglich, negative Kommentare loszuwerden, wenn sie mal über das Internet verteilt sind. Daher ist es auch so wichtig, dass Marken laufend mit den Kommentaren auf ihren Blogs und Social Media Kanälen interagieren und das Gespräch leiten.

Um etwas zu bekommen oder zu gewinnen

Ja, viele Menschen teilen Inhalte, um dadurch etwas zu bekommen — etwa in „Like & Share“ Verlosungen auf Facebook. Eine Studie hat gezeigt, dass 67% der UserInnen, die Facebookseite einer Marke nur „liken“, weil sie damit dann Zugang zu speziellen Angebote erhalten. Daher kann es schwierig sein, Likes zu bekommen ohne eine Gegenleistung anzubieten.

Zusammenfassend kann man also sagen: Wenn du willst, dass dein Content geteilt, geliked, retweeted, etc. wird, dann müssen deine Inhalte eine gewisse Identität vermitteln, einen Zusatznutzen für deine KundInnen haben und, wenn möglich, Anreize bieten.

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