Messenger

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Messenger ist die in Facebook integrierte Chat- und Kommunikationsplattform. Er wurde im Jahr 2008 als vorerst reine Chat-Funktion in Facebook ver├Âffentlicht und 2011 als separate App ausgelagert. [1] Inzwischen hat das Entwickler-Team den Messenger um eine Vielzahl an Funktionalit├Ąten erweitert. Mit 1,3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist er derzeit der zweitbeliebteste Messengerdienst der Welt. Nur WhatsApp kann mehr User verzeichnen.

Funktionen des Facebook Messengers

Der Messenger wurde als Chat-Plattform entwickelt, die es Facebook-Nutzern erlaubt, in einem f├╝r andere nicht einsehbaren Bereich Nachrichten auszutauschen und Unterhaltungen zu f├╝hren. Darin lag ├╝ber viele Jahre ihre Kernkompetenz. Doch mit dem sich wandelnden Kommunikationsverhalten hat Facebook stetig neue Funktionen hinzugef├╝gt.

Zum einen k├Ânnen User ihre Chats mit Emojis, GIFs und Stickern anreichern. Viele nutzen dies, um Humor oder andere Gef├╝hlsregungen mithilfe von visuellen Eindr├╝cken zu ├╝bermitteln. Auch eigene Fotos k├Ânnen im Chat verschickt werden. Zudem k├Ânnen Chats mit mehreren Personen aufgesetzt werden. So k├Ânnen gemeinsame Aktivit├Ąten geplant werden und alle Teilnehmer bleiben im Loop.

Zum anderen bietet der Messenger inzwischen neue Kommunikationswege, die ├╝ber den reinen Chat hinausgehen. So ist es zum Beispiel m├Âglich, dass User, die ├╝ber den Messenger vernetzt sind, sich gegenseitig anrufen. F├╝r diese Anrufe f├Ąllt ├╝ber W-Lan keine Geb├╝hr an, egal, wo die Teilnehmer sich aufhalten. ├ťber das Mobilfunknetz fallen nur Kosten f├╝r die jeweilige Datennutzung an. Vor allem Personen, die viele Kontakte im Ausland haben, nutzen diese Funktion, um Telefonkosten zu sparen.

Inzwischen bietet der Messenger auch eine Videoanruf-Funktion, sowohl f├╝r zwei als auch f├╝r mehr Teilnehmer. Des Weiteren k├Ânnen Sprachnachrichten aufgenommen und an andere verschickt werden. Diese sind in der Nutzung oft einfacher als geschriebene Chats, vor allem wenn etwas L├Ąngeres oder Komplexeres kommuniziert werden soll und das Tippen besonders lange dauern w├╝rde.

Sogar das Verschicken von Geld ist ├╝ber die Einbindung von PayPal oder einer Debit-Karte m├Âglich, wobei die Nutzung von PayPal derzeit nur in den USA verf├╝gbar ist. Au├čerdem fallen in Deutschland f├╝r das Verschicken von Geld Geb├╝hren an.

Bedeutung des Facebook Messengers im Social Media Marketing

F├╝r Unternehmen stellt der Facebook Messenger inzwischen einen wichtigen Bestandteil im Marketing-Mix dar. Dies liegt vor allem daran, dass das j├╝ngere Publikum sich viel in den sozialen Medien, darunter nat├╝rlich auch Facebook, bewegt und auch dort Kaufentscheidungen trifft. Die Pr├Ąsenz von Marken in den sozialen Medien muss deswegen eine Strategie f├╝r die direkte Kommunikation mit dem Kunden ├╝ber den Messenger beinhalten.

Diese Notwendigkeit verst├Ąrkt sich noch dadurch, dass viele Menschen die Kommunikation ├╝ber den Messenger einem Telefonanruf oder einer E-Mail vorziehen. [2] Vor allem im Kundenservice suchen Menschen nach schnellen L├Âsungen, die sie sich von einem Chat versprechen. Hier sollten Unternehmen also Personal bereithalten oder zumindest Bots platzieren, damit eine Kommunikation nicht ins Leere l├Ąuft.

Au├čerdem bietet Facebook die M├Âglichkeit, im Messenger Werbung zu platzieren. Diese werden in der Chat-Liste der App angezeigt. Klickt ein User darauf, erscheint eine kurze Darstellung mit etwas Text und einem Call-to-Action-Button, der den User an das gew├╝nschte Ziel weiterleitet. Auch Story-Ads k├Ânnen inzwischen in den Messenger ├╝bertragen und dort angezeigt werden. Insofern nutzt Facebook die gro├če Reichweite der Messenger-App, um Kunden eine Vielzahl an Werbem├Âglichkeiten zu bieten.

Weitere bedeutende Messengerdienste

Einer der bedeutendsten Konkurrenten f├╝r den Facebook Messenger ist die 2009 erschienene Plattform WhatsApp. Diese wurde jedoch 2014 von Facebook aufgekauft, wird allerdings weiterhin als separate Anwendung weiterentwickelt.

Vor allem im Zuge der andauernden Debatte ├╝ber Datensicherheit bei Facebook haben sich andere Messengerdienste etabliert, die vom Facebook-Konzern losgel├Âst sind und eine verschl├╝sselte Kommunikation versprechen. Der erste Dienst dieser Art war Threema, eine App, die in der Schweiz entwickelt wurde und im Jahr 2012 erschien. Threema bietet einen ├Ąhnlichen Funktionsumfang wie der Facebook-Messenger, r├╝hmt sich aber damit, dass Daten nicht gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben werden. Threema z├Ąhlt derzeit etwa 7 Millionen Nutzer. [3]

Im Jahr 2013 erschien die App Telegram. Auch sie verspricht eine End-zu-End-Verschl├╝sselung, diese muss aber f├╝r bestimmte Chats h├Ąndisch aktiviert werden. Alle normalen Chats werden auf Servern in der Cloud gespeichert, weswegen die Datensicherheit hier lediglich auf Vertrauen zu den Entwicklern basiert. Dennoch geben diese an, etwa 200 Millionen monatlich aktive Nutzer zu haben, was Telegram zum beliebtesten Messenger au├čerhalb der Facebook-Umgebung macht. [4]

Des Weiteren gibt es immer wieder neue Messenger-Dienste, wie zum Beispiel Signal oder Wickr, die sich in Konkurrenz zu den bestehenden Diensten stellen. Eine signifikante Relevanz hat bis dato jedoch keiner dieser Dienste erreicht.

Quellenangaben

[1] Mehner, Matthias: ├ťberblick Facebook Messenger f├╝r Unternehmen, MessengerPeople, abgerufen am 06.12.2019
[2] s.o.
[3] Threema, Wikipedia, abgerufen am 09.12.2019
[4] Telegram, Wikipedia, abgerufen am 09.12.2019

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