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Als größtes soziales Netzwerk weltweit, gemessen an der Zahl der monatlich aktiven User, bietet Facebook privaten Nutzern vielfältige Möglichkeiten, sich untereinander zu vernetzen und Texte, Bilder oder Videos auszutauschen oder über die integrierte Chatfunktion direkt miteinander zu kommunizieren.

Daneben nimmt die Plattform eine zentrale Rolle im Social Media Marketing ein. Zum einen erlaubt sie Unternehmen, über regelmäßige Beiträge in direkten Kontakt mit der eigenen Zielgruppe zu treten. Zum anderen bietet sie zahlreiche Funktionen für das Schalten von Anzeigen. Zu den wichtigsten gehören der Facebook Business Manager, der Werbeanzeigenmanager und das Facebook Pixel.

Allerdings ist Facebook in den letzten Jahren vermehrt in die Kritik geraten. Verantwortlich dafür sind vor allem Datenskandale und ein umstrittener Umgang des Netzwerks mit Fake News und Hate Speech.

Meilensteine in der Geschichte von Facebook

Die Geschichte von Facebook begann 2003 mit einem Programm, das Harvard-Student Mark Zuckerberg geschrieben hatte und das den Namen Facemash trug. Mit diesem Programm veröffentlichte Zuckerberg persönliche Daten und Bilder von Kommilitonen, die er zuvor in der Datenbank seines Studentenwohnheims heruntergeladen hatte. Nachdem die Seite von der Universitätsleitung aus dem Netz entfernt worden war, gründete Zuckerberg 2004 TheFacebook. Kurze Zeit später warfen ihm mehrere Kommilitonen vor, die Idee von ihnen gestohlen zu haben.

In den Folgejahren legte das Netzwerk eine rasante Erfolgsgeschichte hin. 2008 löste es MySpace als beliebtestes Online-Netzwerk ab. Die erste Facebook App für Smartphones kam 2009 auf den Markt. 2010, vier Jahre nach Einführung des Feeds, zählte Facebook mehr als 500 Millionen Nutzer. 2011 führte das Netzwerk die Timeline ein und im April 2012 kaufte es Instagram. Im selben Jahr ging Facebook an die Börse und erwies sich, nach einem enttäuschenden Start, auch dort erfolgreich. 2014 erwarb das Unternehmen WhatsApp und vier Jahre später überschritt das Netzwerk zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Nutzer-Marke.[1]

In der darauffolgenden Zeit wurde der Konzern von mehreren Skandalen erschüttert: Alles begann mit der Nachricht im März 2018, dass die Firma Cambridge Analytica die Profile von bis zu 87 Millionen Facebook-Usern ausgewertet hatte, ohne dass diese davon wussten. Im September desselben Jahres erbeuteten Hacker 50 Millionen Datensätze von Facebook. Im November schließlich wurde bekannt, dass die Plattform anderen Tech-Firmen Zugang zu privaten Nachrichten von Nutzern gewährt hatte. Außerdem wurde dem Netzwerk vorgeworfen, dass es massiv zur Wahleinmischung in den USA und beim Brexit missbraucht worden war.[2]Aktuell plant der Konzern, die Chat-Infrastrukturen seiner drei Dienste Facebook, WhatsApp und Instagram miteinander zu verschmelzen. Damit würde das Unternehmen mehr als 3 Milliarden Nutzer weltweit bündeln. [3]

Besonderheiten und Vorteile von Facebook

Mit mehr als 2 Milliarden aktiven Nutzern (Stand: Januar 2019) ist Facebook das größte soziale Netzwerk der Welt, gefolgt von YouTube und WhatsApp.[4] Beliebt ist es bei Usern vor allem für die Möglichkeit, auf einfache Art mit Personen überall auf der Welt zu kommunizieren und neben Chatnachrichten Bilder und Videos sowie seit einiger Zeit Stories zu veröffentlichen.

Gleichzeitig nimmt die Plattform allein durch ihre Größe und die Zahl ihrer aktiven Nutzer eine zentrale Rolle im Social Media Marketing ein. Unternehmen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, über Facebook ihre Markenbekanntheit zu steigern, in direkten Austausch mit ihrer Zielgruppe zu treten und den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen anzukurbeln. In einer weltweiten Umfrage 2018 gaben 67 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen an, dass Facebook die wichtigste Social-Media-Plattform für ihr Unternehmen darstelle.[5]

Kritik an Facebook

Kritik an Facebook gab es schon relativ früh in seiner Geschichte. Mit den jüngsten Datenskandalen hat sie zugenommen. Schwerpunkte dabei sind die folgenden:

  • Mangelnder Datenschutz und Weitergabe privater Nutzerdaten an Dritte
  • Zu wenig Initiative gegen Hassrede
  • Verbreitung von Falschmeldungen

Zudem wurde Facebook in einem großen Enthüllungsartikel der New York Times vorgeworfen, mit Schmierenkampagnen gegen Kritiker vorzugehen und russische Desinformationskampagnen bewusst kleingeredet zu haben.[6]

Überblick über Funktionen für Privatpersonen

Jeder Facebook Nutzer besitzt ein eigenes Profil, das er mit einem Profilfoto und Informationen über sich versehen kann. Zudem steht ihm eine Reihe an Funktionen zur Verfügung um mit anderen Personen auf Facebook zu kommunizieren. Zu den wichtigsten gehören die folgenden:

  • Chronik: In der 2011 eingeführten Chronik sind alle Beiträge des Accountinhabers veröffentlicht. Allerdings kann dieser selbst entscheiden, wer seine Beiträge sehen kann.
  • Freunde und Abonnenten: Facebook-Nutzer können sich untereinander vernetzen, indem sie „Freundschaft“ schließen. Außerdem können sie die Beiträge von Personen, Unternehmen oder Künstler abonnieren (folgen), sofern diese Funktion freigeschaltet ist.
  • Liken und kommentieren: Nutzer haben die Möglichkeit, Beiträge von Personen oder Unternehmen mit denen sie befreundet sind oder denen sie folgen, zu liken oder zu kommentieren. Statt eines einfachen Likes können sie auch Emojis abgeben und so zum Beispiel Ärger oder Verblüffung ausdrucken.
  • Gruppen: Auf Facebook existiert eine Vielzahl an Gruppen, die unterschiedlichen Themen gewidmet sind. Um an geschlossenen Gruppen teilzunehmen, müssen User eine Mitgliedschaft beantragen.
  • Veranstaltungen: Personen mit einem eigenen Facebookprofil können Veranstaltungen auf Facebook erstellen und mit ihnen befreundete Personen oder Abonnenten dazu einladen.
  • Messenger: Der Facebook Messenger stellt die Chatfunktion von Facebook dar. Er ist auch als eigene App für Android- und iOS-Handys verfügbar.
  • Stories: Mit den Facebook Stories übertrug das Netzwerk 2017 ein Format, das auf Snapchat und Instagram bereits erfolgreich war. Dabei können Nutzer Bilder und Videos zu „Stories“ zusammenfügen, die nach 24 Stunden automatisch wieder verschwinden. Außerdem lassen sich die Inhalte zum Beispiel durch Sticker und Textelemente oder Effekte bearbeiten.

Überblick über Funktionen für Unternehmen

Unternehmen können eine Fanpage beziehungsweise Unternehmensseite auf Facebook eröffnen und Follower sammeln bzw. eine Community aufbauen. Voraussetzung dafür ist ein privater Account. Wie in einem privaten Profil können sie auf ihrem Businessprofil Beiträge veröffentlichen und auf diese Art gezielt Content Marketing betreiben. Zusätzlich stehen ihnen weitere Funktionen zur Verfügung, von denen viele über den Business Manager aufrufbar sind. Zu den wichtigsten gehören die folgenden:

  • Werbeanzeigen erstellen: Durch das Schalten von Anzeigen auf Facebook und Instagram erzielen Unternehmen eine höhere Reichweite und erreichen auch Personen, die ihnen nicht folgen. Dies ist besonders wichtig, da durch Änderungen im Facebook-Algorithmus in der jüngsten Vergangenheit die Reichweite organischer Beiträge stark gesunken ist.
  • Facebook Analytics: Facebook Analytics gibt einen genauen Überblick über wichtige Kennzahlen im Facebook Marketing und ermöglicht es so, die eigenen Aktivitäten fortlaufend zu überprüfen und zu optimieren.
  • Facebook Pixel: Mit dem Facebook Pixel lässt sich verfolgen, wie viele Besucher durch Facebook Werbeanzeigen auf Webseiten kommen und welche Handlungen sie dort ausführen.

Auch Unternehmen nutzen außerdem verstärkt Stories auf Facebook für die Kommunikation mit ihrer Community und um die Bekanntheit von Marken, Produkten oder Dienstleistungen zu steigern. 

Quellenangaben

[1] Zur Geschichte von Facebook vgl. Mediendatenbank, Facebook, Inc., Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, abgerufen am 01.08.2019
[2] Schuler, Marcus, Bilanz für 2018. Facebooks größtes Skandal-Jahr, tagesschau.de, abgerufen am 01.08.2019, Neuer Skandal. Facebook verteidigt Datenzugang für Microsoft und Netflix, Zeit Online, abgerufen am 01.08.2019
[3] WhatsApp, Instagram, Facebook. Was bringt die Verschmel­zung der Social-Media-Dienste?, test.de, abgerufen am 01.08.2019
[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181086/umfrage/die-weltweit-groessten-social-networks-nach-anzahl-der-user/
[5] Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) im Januar 2019 (in Millionen), Statista, abgerufen am 01.08.2019
[6] FrenkelSheera / ConfessoreNicholas / KangCecilia / Rosenberg, Matthew / Nicas, Jack, Delay, Deny and Deflect: How Facebook’s Leaders Fought Through Crisis, The New York Times, abgerufen am 01.08.2019

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