Social Media Marketing im Sport: 7 Tipps fĂŒr erfolgreiches Sportmarketing
Sport und Social Media sind ein gutes Team. Zwar schieĂt ein Instagram-Account keine Tore, aber er sorgt fĂŒr Reichweite und eröffnet neue Möglichkeiten fĂŒr die Interaktion mit den eigenen Fans. Beides sind, abseits vom Platz, zentrale Erfolgskriterien fĂŒr Athleten, Vereine oder Sportorganisationen.
Dabei ist das Potenzial von Social Media nicht auf Stars und Weltvereine beschrĂ€nkt. Auch eine wachsende Zahl von Amateur-Teams kommuniziert ĂŒber Plattformen wie Facebook, Instagram oder auch TikTok mit ihren AnhĂ€nger:innen.
Im Folgenden stellen wir dir verschiedene Arten vor, Social Media erfolgreich im Sportmarketing zu nutzen.
Welche Plattformen sind fĂŒr Social Media Sportmarketing geeignet?
Letztendlich muss diese Frage natĂŒrlich jeder Verein, jede Organisation oder jede:r Sportler:in selbst entscheiden.
Einen besonderen Stellenwert im Sportmarketing haben aktuell die folgenden Plattformen:
Instagram ist auf vielen Ebenen das Netzwerk der Stunde. Die Plattform ist angesagt bei jĂŒngeren Menschen und hat höhere Interaktionsraten als beispielsweise Facebook. AuĂerdem gibt sie dir tolle Möglichkeiten, besondere Momente visuell in Szene zu setzen und durch Bilder sowie Videos hinter den Kulissen NĂ€he zu erzeugen.
- TikTok
Alle reden von TikTok, aber noch ist die Zahl der Unternehmen, die das Videoportal nutzen, ĂŒberschaubar. Der Sport ist eine Ausnahme. Sowohl Vereine als auch einzelne Sportler:innen können mit TikTok-Videos eine junge Zielgruppe erreichen und ein modernes Image pflegen. Weil AuthentizitĂ€t auf TikTok extrem wichtig ist, hĂ€lt sich der Aufwand fĂŒr die Erstellung der Videos in Grenzen.
Facebook hat an Bedeutung verloren, auch im Sport. Trotzdem handelt es sich immer noch um das gröĂte soziale Netzwerk der Welt. AuĂerdem lĂ€sst sich hier eine Ă€ltere Zielgruppe erreichen.
In den USA nutzen Sportvereine auĂerdem eifrig Twitter, zum Beispiel fĂŒr Live-EindrĂŒcke. Der Kurznachrichtendienst zeichnet sich dadurch aus, dass du mit ihm gezielt MeinungsfĂŒhrer:innen ansprechen kannst.
1. Wir-GefĂŒhle im Sport erzeugenÂ
Wer einmal in einem FuĂballstadion gesessen hat oder Fahnen schwenkend auf der TribĂŒne auf- und abgesprungen ist, weiĂ: ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl spielt eine zentrale Rolle im Sport. Es ist entscheidend dafĂŒr, dass treue Fans ihrer Lieblingsmannschaft Hunderte von Kilometern folgen, viel Geld fĂŒr einen Stadionbesuch zahlen und sich nach Siegen oder Niederlagen weinend in den Armen liegen.
Gezielt fördern lĂ€sst es sich durch Einblicke abseits der sportlichen Ereignisse, die live im Fernsehen ĂŒbertragen werden. Diese Einblicke schaffen IntimitĂ€t und geben Fans das GefĂŒhl, an etwas Besonderem teilzunehmen. Damit stĂ€rken sie die LoyalitĂ€t zu den Sportler:innen oder einem Team und das Wir-GefĂŒhl, das spĂ€testens im nĂ€chsten Wettkampf auf der TribĂŒne spĂŒrbar wird.
Poste zum Beispiel Trainingssituationen:
Noch intimer und exklusiver sind Einblicke in das Privatleben von Stars und ihren Familie:
FuĂballstar Cristiano Ronaldo postet regelmĂ€Ăig Bilder aus seinem Familienleben und erreicht damit Millionen User:innen:
Besonders gut geeignet fĂŒr Einblicke hinter die Kulissen sind Stories. Denn mit ihnen kannst du Fans Geschichten erzĂ€hlen und wichtige Charaktere vorstellen, zum Beispiel NeuzugĂ€nge in einem Team.
2. Emotionen fördern
Unabdingbar fĂŒr das Wir-GefĂŒhl und die Faszination von Sport allgemein sind (positive) Emotionen. Clubs wie Manchester United setzen in Social Media erfolgreich auf die Macht der groĂen GefĂŒhle. Die richtige Kombination aus Bild und Text reicht dafĂŒr oft schon aus.
NatĂŒrlich sind es gerade die besonderen Momente bzw. Siege, die sich fĂŒr groĂe Emotionen eignen:
3. (Kurz-)Videos verwenden
Wir haben es schon angesprochen: Im Profisport hat sich TikTok zu einem der wichtigsten KanĂ€le fĂŒr die Interaktion mit Fans entwickelt.
Hier erreichen Vereine und Athlet:innen junge Menschen und können die PopularitÀt von Videos nutzen, um NÀhe aufzubauen und die IntensitÀt sportlicher Momente zu transportieren.
Eine gute Portion Humor schadet dabei nie.
@fcbayern Running into 2022 like âïž #FCBayern #MeepMeep ⏠Originalton – FC Bayern
Snowboarderin Katie Ormerod nimmt Fans auf TikTok mit auf die Piste und beschert ihnen so Adrenalinkicks.
@katieormerod #snowboarding #fyp #foryoupage ⏠Circus – Britney Spears
Einblicke in den Alltag abseits des Sports dĂŒrfen auch bei ihr nicht fehlen:
@katieormerod Saw this @redbull can challenge and couldnât resist #fyp #foryou ⏠Lalala – Y2K & bbno$
4. Haltung einnehmen
Social Media gibt Sportler:innen und Teams die Möglichkeit, eine Haltung zu gesellschaftlichen oder politischen Themen einzunehmen und damit Tausende oder vielleicht sogar Millionen Menschen zu erreichen.
FĂŒr Teams wie den Hamburger FC St. Pauli und seine Fans gehört eine politische Haltung zum eigenen SelbstverstĂ€ndnis:
In diesem Jahr wird wieder um die Alster gelaufen. NatĂŒrlich links herum. Die Marathon-Abteilung lĂ€dt zum Lauf gegen Rechts 2022. Weil es immer noch nötig ist. Anmeldung ab sofort wieder möglich.#fcsp | #LaufgegenRechts pic.twitter.com/jQimOLeCRV
â FC St. Pauli (@fcstpauli) February 3, 2022
Stellung zu Themen abseits des Sports zu beziehen, ist nicht jedermanns Sache und kann zu Anfeindungen fĂŒhren. Aber jĂŒngere Menschen erwarten es zunehmend von Marken, Organisationen oder eben Sportvereinen, dass sie sich nicht bei allen gesellschaftlichen Fragen auf neutrales Feld zurĂŒckziehen.
Das gilt ĂŒbrigens nicht nur fĂŒr Weltstars. Der deutsche Tischtennisverein TTC Förste aus Osterode gewann mit seiner Anti-Rassismus-Kampagne âNicht in meinem Namen. Wir gegen Rassismusâ den groĂen âStern des Sportsâ in Silber. Finanziert wurde die Aktion ĂŒber Crowdfunding. DafĂŒr warb der Club unter anderem erfolgreich in Social Media.
5. Live-Content
Wer nicht am Fernseher oder vor Ort sein kann, kann dank Social Media trotzdem live dabei sein. Amerikanische Sportvereine versorgen Fans auf sozialen Plattformen fleiĂig mit Live-EindrĂŒcken, und auch der FC Bayern schickt den einen oder anderen Tweet zu laufenden Spielen ab.
Und dann ist Pause.
â FC Bayern MĂŒnchen (@FCBayern) January 23, 2022
Ganz starke erste HĂ€lfte, Jungs! #MiaSanMia #BSCFCB pic.twitter.com/PCRyiYSUOR
6. Zum Mitmachen einladen
Gib Fans die Möglichkeit, aktiv zu werden. Sport eignet sich hervorragend fĂŒr Abstimmungen und Gewinnspiele.
Story Stickers in Instagram sind ein tolles Werkzeug fĂŒr Mitmach-Content und unterstĂŒtzen dich auch bei der Auswertung von Abstimmungen oder Quizzes.
7. User-generated Content verwenden
Wo wir gerade beim Mitmachen sind: Gib Fans die Gelegenheit, eigene Inhalte zu deinen Social-Media-Accounts beizusteuern. Das steigert die Reichweite und verstÀrkt einmal mehr die Bindung zwischen Verein bzw. Athlet:in und Fans.
Der englische FuĂballclub FC Arsenal forderte Fans dazu auf, ihre Lieblingstore des Clubs nachzustellen und Videos davon unter dem Hashtag #ArsenalRecreated auf TikTok zu veröffentlichen.
Da lieĂen sich Fans verschiedener Altersgruppen nicht zweimal bitten:
@thedudecru @arsenal #arsenalrecreated #ramsey #juniorgunner ⏠original sound – arsenal
Tennisstar Roger Federer forderte Fans und Prominente dazu auf, möglichst viele Volleys gegen eine Wand zu spielen. Pflicht: eine möglichst kuriose Kopfbedeckung. Letzteres nahmen leider nicht alle Teilnehmer:innen so genau:
.@rogerfederer asked celebs & fans to show their tennis skills…@DjokerNole, @CocoGauff, @lindseyvonn, @RealHughJackman, @SofiaKenin & many more came up with these classic videos! #tennisathome pic.twitter.com/QZ2g8GT8jd
â ATP Tour (@atptour) April 9, 2020
Egal ob TikTok oder Instagram, ein gut gewĂ€hlter Hashtag fördert die Reichweite von UGC-Kampagnen. Wie bei Unternehmen bietet sich fĂŒr Teams ein Branded Hashtag mit Teamnamen an.
Social Media wird fĂŒr den Sport weiter an Bedeutung gewinnen
Heute schon spielen Instagram, TikTok und Twitter eine wichtige Rolle fĂŒr die Beziehung zwischen einzelnen Sportler:innen beziehungsweise Teams und ihren Fans. In Zukunft wird sich der Trend aller Wahrscheinlichkeit nach verstĂ€rken. SchlieĂlich ermöglichen es soziale Plattformen, an jedem beliebigen Ort ĂŒber Handy mit dem eigenen Lieblingsverein zu interagieren.
Damit verbunden sind auch Herausforderungen. SchlieĂlich sind auch Sportler:innen nicht vor Shitstorms, Trollen und Co. gefeit. Auch deshalb ist es wichtig, genau auszutarieren, welche Einblicke man mit den eigenen Fans teilt und welche nicht. Wer die richtige Balance findet und die StĂ€rken von sozialen Medien fĂŒr die Interaktion zu nutzen weiĂ, der profitiert auf vielen Ebenen.
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