Die Anatomie eines perfekten Social Media Posts: Tipps für Facebook, Instagram und Pinterest

Viele gute Beiträge ergeben eine erfolgreiche Social Media Strategie. Aber wie sieht der perfekte Social Media Post aus

Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, angefangen beim eigenen Unternehmen und der Zielgruppe. Allerdings gibt es ein paar allgemeine Tipps, die deine Erfolgschancen verbessern. Hier gehen wir auf die Basics ein, die du beachten solltest, um den perfekten Facebook, Instagram oder Pinterest Post zu erstellen. 

Dazu geben wir dir einen Überblick über allgemeine Eigenschaften des jeweiligen Netzwerks und seiner Zielgruppe sowie Best Practices für Formate, Inhalte und Postingzeiten.

Du möchtest auch auf anderen Netzwerken perfekte Posts erstellen? Im zweiten Teil zu diesem Post stellen wir dir Best Practices für LinkedIn, Twitter und YouTube vor.

 Facebook

1. Allgemeine Eigenschaften von Facebook

Was die Größe angeht, ist Facebook nach wie vor die Nr. 1 unter den sozialen Netzwerken. Im Januar 2020 zählte das Netzwerk 2,45 Milliarden Nutzer. Unter den meistbesuchten Webseiten weltweit besetzt es konstant den dritten Platz.

Hier erreichst du auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen breiten Querschnitt der Bevölkerung. Allerdings ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass das Durchschnittsalter von Facebook-Usern steigt. Jüngere Nutzer wandern zu anderen Plattformen ab. Inwiefern sich dieser Trend fortsetzt und was er für erfolgreiche Facebook Posts bedeutet, bleibt abzuwarten.  

Mehr als ein Wermutstropfen ist außerdem die geringe organische Reichweite auf Facebook. Sie macht es schwerer, ohne Verwendung von Ads Aufmerksamkeit auf deine Marke zu lenken.

2. Erfolgreiche Formate auf Facebook

Linkposts, Bilder, Videos, auf Facebook hast du die Wahl. Aber welche Formate kommen am besten an?

Eine Studie von Quintly lieferte folgende Antwort:

Videos sind demnach erste Wahl, wenn du viele Interaktionen erzielen willst. Allerdings ist Interaktion nicht alles. Linkposts bringen weniger Likes, dafür aber Besucher auf deinen Blog oder deine Webseite.  

Wir empfehlen dir einen guten Mix verschiedener Formate, der für Abwechslung sorgt sowie zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passt. Mach dich hin und wieder auch auf die Suche nach einer guten Infografik oder schalte Live-Videos, wenn es sich anbietet.

Wichtig: Analog zu anderen sozialen Netzwerken gewinnen auf Facebooks Storys an Bedeutung. Schon in naher Zukunft könnten sie den traditionellen Feed ablösen. Wenn du dich mit diesem Format bisher wenig beschäftigt hast, ist es jetzt höchste Zeit. 

3. Tipps für Inhalt und Ton

Die perfekte Tonalität hängt natürlich nicht nur vom Netzwerk, sondern auch von deiner Marke und Zielgruppe ab.

Trotzdem lässt sich für Facebook Posts allgemein festhalten:

  • Der Ton auf Facebook ist, mit wenigen Ausnahmen, locker, direkt, humorvoll und freundschaftlich. Sprich deine Follower persönlich an, am besten mit einem „Du“ bzw. „Ihr“.
  •  Entscheidend ist, Emotionen zu wecken. Dann werden Posts kommentiert, geliked und/oder geteilt. Das gelingt sehr gut mit Storytelling.
  •  Halte Texte kurz und prägnant. Formuliere fesselnde Überschriften, aber verzichte auf unseriöses Clickbaiting. Übrigens: Für eine gute Story reicht manchmal schon ein Bild.
  • Eine Studie von Quintly kam zu dem Schluss, dass sich durch den Einsatz von Emojis bis zu 47,7 % mehr Interaktionen erzielen lassen. Setze die bunten Bildchen aber gezielt ein. Zuviel wirkt schnell chaotisch und unprofessionell. Zudem sind jüngere Zielgruppen Emoji-affiner als ältere.  
  • Denke an den Call-to-Action. Schließlich willst du sicher bei vielen Facebook Posts, dass User mehr machen als sich über ein nettes Bild zu freuen.

Ein gutes Beispiel für Content mit Mehrwert und den gezielten Einsatz von Emojis.

Ganz wichtig: Viele Social Media Marketer machen den Fehler, ihre Facebook Posts zu werblich zu gestalten. Erfolgreich bist du aber nur, wenn du den Mehrwert für deine Zielgruppe betonst. Dieser Mehrwert kann genauso aus einem befreienden Lachen wie aus einem Wissensgewinn bestehen. Wenn dein Facebook-Account aussieht wie der Angebotsflyer eines Supermarkts, bist du auf dem falschen Weg. 

Noch ein paar Worte zum Format:

Orientiere dich beim Format von Bildern oder Videos an den Richtlinien von Facebook. Behalte im Kopf, dass die meisten Menschen Facebook unterwegs nutzen. Das heißt, dass deine Videos oder Bilder auf dem Smartphone gut aussehen sollten. Außerdem funktionieren sie im Idealfall auch ohne Ton, zum Beispiel durch Untertitel.

4. Das richtige Timing

Voraussetzung für den perfekten Facebook-Post ist ein gutes Timing. Wenn deine Zielgruppe entspannt im Bett liegt oder sich durch die Rush-Hour von der Arbeit nach Hause kämpft, kommt selbst das beste Video nicht zur Geltung.

Auch hier gilt: Verallgemeinern lassen sich die besten Posting-Zeiten nicht. Aber Analysen von Interaktionsraten aller Posts, die zwischen Januar und August 2020 über Swat.io veröffentlicht wurden, ergaben: Die beste Zeit für das Posten auf Facebook ist zwischen 7.00 und 9.00 Uhr morgens.

Zu dieser Zeit wirfst du gerade erst zu Hause die Kaffeemaschine an? Mit einem Social Media Management Tool wie Swat.io kein Problem. Damit planst du deine Beiträge einfach für Tage, Wochen oder sogar Monate im Voraus.  

Instagram

1. Allgemeine Eigenschaften von Instagram

Instagram hat sich mit über einer Milliarde aktiver Nutzer im Monat zu den Schwergewichten unter den sozialen Netzwerken entwickelt. 

Der entscheidende Unterschied zu Facebook: Auf Instagram dreht sich alles um sehen und gesehen werden. Als visuelles Netzwerk eignet es sich besonders für Unternehmen, die ihre Produkte und Leistungen in attraktive Bilder verpacken können, von Modefirmen bis hin zu Hotels und Reiseanbietern oder Yogaschulen. Autoteile-Verkäufer oder Versicherungen haben es schwerer. 

Die Zielgruppe auf Instagram ist breit gefächert. Im Durchschnitt sind User jünger als auf Facebook. Mehr als zwei Drittel sind 34 Jahre oder jünger. In der Altersgruppe über 55 ist Instagram kaum verbreitet. Das Geschlechterverhältnis ist relativ ausgeglichen.

Für Social Media Marketer heißt das:

Instagram eignet sich vor allem, um eine junge Zielgruppe durch visuell attraktives Social Media Marketing anzusprechen.

Ebenfalls gut zu wissen: Viele User nutzen Instagram, um mehr über Produkte und Marken zu erfahren. Du musst also kein Geheimnis daraus machen, dass du etwas verkaufen willst. Gut verpacken solltest du es trotzdem. Darauf kommen wir gleich zu sprechen.

2. Erfolgreiche Formate

In einem Vergleich verschiedener Formate auf Instagram kam Quintly zu folgenden Ergebnissen:

Videos erzielen also auch auf Instagram die meisten Interaktionen und Karussell-Posts mehr als einfache Bilder. Allerdings machen Bildposts weiterhin den größten Anteil an Social Media Posts auf Instagram aus. Entscheidend dafür ist sicher, dass sie einfach und schnell zu erstellen sind. Schließlich sollten sich Aufwand und Ergebnis die Waage halten.

Noch wichtiger als auf Facebook sind Storys auf Instagram. Binde auch hier neben Bildern Videos ein. Nutze die Möglichkeit, Highlight-Storys oben in deinem Profil zu präsentieren.

Du möchtest voll durchstarten mit Instagram-Videos? Dann lies jetzt unseren Blogartikel “Die 16 besten Tools, um einfach Social Media Videos zu erstellen”.

3. Inhalte, Caption Bildqualität

Visuelle Inhalte, die ins Auge stechen, sind Trumpf auf Instagram.

Das heißt:

Bildqualität und Format

  • Achte bei Bildposts auf eine hohe Bildqualität, ein gutes Motiv und eine schlüssige Bildkomposition. Für erfolgreiches Instagram Marketing lohnt es sich, mit guten Kameras zu arbeiten und sich mit Themen wie dem „Goldenen Schnitt“ zu beschäftigen. Mit Tools zur Bildbearbeitung sorgst du für den letzten Schliff.
  • Ausnahmen bestätigen die Regel. Das gilt auf Instagram zum Beispiel für User-generated Content oder Behind-the-Scenes Videos von deinem Unternehmen. In solchen Fällen kommt es auf Authentizität an. Da dürfen Bilder auch mal wackeln und etwas grobkörnig sein. Manchmal ist es sogar ein Vorteil, wenn sie nicht zu perfekt sind. 
  • Gib deinen Posts zum Beispiel durch wiederkehrende Farben und die selben Filter eine einheitliche Bildsprache. Idealerweise bringt sie deine Brand Voice zum Ausdruck und sorgt für Wiedererkennungswert.
  • Früher waren nur Bilder in quadratischer Form auf Instagram zugelassen. Mittlerweile hast du die Wahl für Instagram Posts. Portraits im Größenverhältnis 4:5 sind besonders auffällig im Feed. Nutze diesen Vorteil regelmäßig.

Auch wenn das Ergebnis anders aussehen soll als die anderen, ist eine hohe Bildqualität wichtig.

Inhalte

  • Schnöde Produktfotos sind langweilig und erzielen wenig Aufmerksamkeit. Bette das, was du verkaufen willst, in inspirierende Lifestyle-Bilder ein.
  • Zeige Personen, speziell Gesichter. Einer Studie zufolge erhalten Instagram Posts mit Gesichtern mehr Interaktionen.
  • Nutze die Kraft des Storytellings, vor allem in Videos und Instagram Storys, aber auch in Captions von Bildposts.

Viel besser als nur ein paar Schuhe.

Instagram ist neben YouTube das soziale Netzwerk für Influencer Marketing. Vor allem die Zusammenarbeit mit Micro Influencern bietet auch für kleine Unternehmen tolle Möglichkeiten, ihre Reichweite zu erhöhen und das Vertrauen ihrer Zielgruppe zu gewinnen.

Caption

Vernachlässige Texte auf Instagram nicht. In der Caption kannst du Bilder und Videos durch nützliche Informationen oder spannende Geschichten ergänzen.

Wichtig dabei:

  • Falle mit der Tür ins Haus. Wecke die Aufmerksamkeit von Usern durch einen starken Einstieg ohne Vorgeplänkel.
  • Wenn du Punkt 1 befolgst, eignen sich Instagram Captions sogar für längere Texte. Aber nur, wenn du etwas zu sagen hast. Andernfalls fasse dich kurz und knackig.
  • Verwende Emojis und denke an den Call to Action.
  • Indem du Fragen stellst und Nutzer direkt ansprichst, förderst du die Interaktion.

Ein gutes Zusammenspiel zwischen Bild und Caption.

Und wie sieht es mit Hashtags aus? Hier gehen die Meinungen bzw. Studienergebnisse auseinander. Während die einen 9 Hashtags pro Post empfehlen, raten andere dazu, ganz darauf zu verzichten. Die richtige Antwort für dich findest du am besten durch Probieren und Studieren heraus. Bei Wettbewerben oder User-Generated-Content-Kampagnen sind Hashtags ein elementarer Bestandteil.

Tipp: Dich stören viele Hashtags in der Caption, aber verzichten willst du nicht auf sie? Packe deine Hashtags in den ersten Kommentar und schon sieht deine Bildunterschrift wunderbar aufgeräumt aus. Mit Swat.io geht das besonders gut. Denn hier kannst du Post und ersten Kommentar im Voraus planen.

4. Die besten Zeiten zum Posten

Unsere Analyse ergibt: Wer das Maximum aus Instagram Marketing herausholen will, nutzt am besten die Abend- und Nachtstunden bzw. den frühen Morgen.

Die meisten Interaktionen erzielten Instagram Posts in unserer Analyse am frühen Morgen zwischen 5.00 und 9.00 Uhr sowie abends zwischen 19.00 und 22.00 Uhr. Der frühe Nachmittag zwischen 12.00 und 16.00 Uhr ist eher ungeeignet. 

Pinterest

1. Allgemeine Eigenschaften von Pinterest

Pinterest galt mal als digitale Bastelecke. Diese Zeiten sind vorbei. Heute entdecken immer mehr Unternehmen die Vorteile des Pinnens für sich. Dazu gehört, dass Pinterest als Trafficbringer für Onlineshops nahezu unschlagbar ist. Nach Angaben von Pinterest

  • nutzen 84 Prozent der aktiven Mitglieder das Netzwerk, um sich für das Shopping inspirieren zu lassen und
  • haben 77 Prozent durch Pinterest eine neue Marke oder ein neues Produkt gefunden.

Allerdings sind auch hier Unternehmen klar im Vorteil, die ihre Produkte oder Dienstleistungen ansprechend visuell darstellen können.

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2. Erfolgreiche Formate

Auch auf Pinterest hast du die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Pins.

  • Der normale statische Pin ist das Standardformat auf Pinterest.
  • Video-Pins werden von Pinterest gefördert und bringen eine höhere Sichtbarkeit mit.
  • Story-Pins greifen den Trend zum Geschichtenerzählen auf.
  • Karussell-Pins geben dir zum Beispiel die Möglichkeit, ein Produkt aus verschiedenen Perspektiven darzustellen. 
  • Mit Shop the Look Pins verkürzt du die Customer Journey und regst User zum direkten Kauf deiner Produkte an.

3. Die besten Zeiten zum Posten

Die meisten Pinner dürften sich in der Mittagspause oder nach Feierabend auf der Plattform inspirieren lassen. Unsere Analyse nach sind die folgenden Uhrzeiten optimal zum Posten:

  • 11.00 – 14.00 Uhr
  • 19.00 – 22.00 Uhr

4. Tipps zum Inhalt

Ein bisschen lässt sich Pinterest Marketing mit Instagram Marketing vergleichen. Hier wie dort ist es ratsam, Produkte in einen Zusammenhang einzubetten. Bring User etwa zum Träumen wie in folgendem Beispiel:

Gut eignen sich Pins, die auf Bestenlisten verweisen:

Ebenfalls beliebt sind Infografiken oder Howtos.

Mit etwas Geschick lassen sich sogar ganze Anleitungen auf einem Pin unterbringen.

Eine allerdings schon alte Studie von Curalate kam außerdem zu folgenden Erkenntnissen:

  • Pins von Unternehmen, die keine Gesichter zeigen, werden häufiger geteilt.
  • Dasselbe gilt für bunte und helle Pins.

Tatsächlich funktionieren in aller Regel helle Bilder in fröhlichen Farben besser in sozialen Netzwerken. Dasselbe gilt übrigens für Texte, die positive Emotionen wecken. Wenn du nicht gerade für eine Hilfsorganisation auf soziale Missstände hinweisen willst, präsentiere deine Marke lieber gut gelaunt. 

Hashtags bescheren deinen Pins mehr Sichtbarkeit. Allerdings gilt das nur für die neuesten Pins, denn Pinterest zeigt die Ergebnisse einer Hashtag-Suche chronologisch an.

Konstantes Analysieren gibt Aufschluss über die besten Posts

Unsere Tipps verschaffen dir eine gute Ausgangsposition. Aber welche Tipps bei deiner Zielgruppe am besten funktionieren, findest du nur durch Beobachten, Ausprobieren und Analysieren heraus. Vielleicht kommst du dann sogar zum Ergebnis, dass 12 Hashtags die ideale Anzahl sind und du am besten um 11 Uhr vormittags auf Facebook postest. In diesem Fall kannst du dich von allgemeinen Richtwerten getrost verabschieden. 

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