So gewinnst du den Kampf um Aufmerksamkeit in Social Media

Egal, was du in Social Media machst: Wenn es keine Aufmerksamkeit bekommt, ist es umsonst. Der Haken daran: Aufmerksamkeit ist hart umkämpft in großen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Und die Konkurrenz wird ständig größer.

Wir haben ein paar Tipps, wie du dafür sorgst, dass deine Beiträge im Feed herausstechen

Warum es so schwer ist, Aufmerksamkeit in Social Media zu wecken

In Social Media Blogs ist seit Jahren die Rede davon, dass der Mensch im digitalen Zeitalter eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne hat als ein Goldfisch. Das hört sich spektakulär an und hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Empirisch belegt ist es nicht (mehr zum zweifelhaften Ursprung der Behauptung findest du in diesem Artikel von Onlinemarketing.de).  

Fakt ist jedoch: Wenn wir uns in sozialen Netzwerken bewegen, sind wir einem Dauerfeuer von Informationen ausgesetzt, die um unsere Aufmerksamkeit konkurrieren. 

Was das für die durchschnittliche Aufmerksamkeit bedeutet, zeigen Daten von Facebook

  • Einem Facebook Post im Desktop Feed schenken wir im Schnitt 2,5 Sekunden.
  • Im mobilen Feed sind es nur 1,7 Sekunden. 

Goldfisch hin oder her hast du also wenig Zeit zur Verfügung, um User davon zu überzeugen, deinen Beiträgen ein paar Sekunden mehr zu schenken. Mit den folgenden Tipps stehen deine Chancen besser.

Tipps für Posts, die Aufmerksamkeit erzeugen

1. Poste regelmäßig

Nur wenn du regelmäßig postest, setzt sich deine Marke im Gehirn von NutzerInnen fest. Je öfter User etwas von dir in Ihrem Feed sehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich das irgendwann näher ansehen. Ist ihr Interesse geweckt, solltest du es weiter am Laufen halten.

Die ideale Frequenz hängt von verschiedenen Kriterien ab, angefangen beim Kanal. Orientieren kannst du dich an folgenden Richtwerten: 

  • Facebook: 1 x täglich
  • Instagram: 1 – 2 x täglich
  • Twitter: 10 – 15 x täglich
  • LinkedIn: 1 x täglich
  • Pinterest: mind. 3 x täglich

Vorsicht: Lässt du stündlich fünf Instagram Posts auf deine Follower los, stellen sich bei diesen wahrscheinlich schnell Ermüdungserscheinungen ein. Dann verlierst du Aufmerksamkeit, statt sie zu gewinnen. 

2. Pflege eine Brand Voice

Mit deiner Brand Voice, auf Deutsch “Markenstimme”, baust du eine emotionale Beziehung zu deiner Zielgruppe auf. Sie sorgt für Wiedererkennungswert und damit dafür, dass deine Posts aus der Masse herausstechen. 

Wichtig dabei: 

  • Idealerweise zieht sich deine Brand Voice durch dein Social Media Marketing auf allen Kanälen und durch alle Formate, von Texten über Bilder bis hin zu Videos. Sie betrifft die Tonalität in Texten genauso wie die Bildsprache und das Storytelling. 
  • Gleichzeitig ist es sinnvoll, wenn sich die Tonlage je nach Kanal unterscheidet. Emojis beispielsweise sind effektiv in Facebook, aber in LinkedIn fehl am Platz. Hier besteht die Kunst darin, Nuancen zu ändern und den roten Faden beizubehalten.

Eine Brand Voice findest du, indem du dir deine Marke bzw. dein Unternehmen als Persönlichkeit vorstellst. Mit welchen Eigenschaften ließe sich diese Persönlichkeit beschreiben und was bedeutet das für den “richtigen Ton”? Anders ausgedrückt, wie würde sich diese Person mit dir unterhalten?
Ein gutes Beispiel für eine unverkennbare und sehr erfolgreiche Brand Voice liefert Apple. Cool, modern, direkt, selbstbewusst, minimalistisch…diese Eigenschaften ziehen sich durch den Auftritt der Marke über verschiedene Kanäle hinweg.

Tipp: Zu Wiedererkennungswert und einem harmonischen Gesamteindruck auf Instagram trägt es bei, wenn du wenige Filter verwendest und eine konsistente Bildsprache pflegst. So steigt die Chance, dass User deine Posts auf den ersten Blick erkennen und Ihnen Aufmerksamkeit schenken.

3. Sei anders

Natürlich kannst du es machen wie alle anderen. Dann ist die Gefahr aber groß, dass deine Beiträge nicht die kostbare Extraportion Aufmerksamkeit erhalten, die User zu verteilen haben. 

Bessere Karten hast du mit originellem, witzigem und überraschendem Social Media Marketing. Eine Kunst, die Sixt perfekt beherrscht.

Ebenfalls berühmt wegen ihres humorvollen Social Media Marketings sind die Berliner Verkehrsbetriebe.

Nun hat nicht jedes Unternehmen Social Media Ressourcen wie die Berliner Verkehrsbetriebe oder Sixt. Außerdem passt nicht jeder Humor zu jeder Marke und jeder Zielgruppe. 

Doch unabhängig davon gibt es immer Möglichkeiten, sich von der Masse abzuheben. Lass dir ein ausgefallenes Gewinnspiel einfallen, sorge auf Instagram mit ungewöhnlichen Motiven für Abwechslung oder interviewe deine MitarbeiterInnen für eine Videoserie.

Dein Team braucht dringend neuen Ideen für neuen Content, aber es wollen sich keine einstellen? Lass dich jetzt inspirieren von den “10 besten Tipps, um deinen Social Media Redaktionsplan in Schwung zu bringen”.

4. Stell das Wichtigste nach vorne

Noch in (mindestens) einer anderen Hinsicht kannst du dich an Apple orientieren: Setze auf kurze, gut verständliche und aktive Texte.

Entscheidend dabei: Gib Usern schnell einen Grund, weiterzulesen oder zu -klicken. Oft bedeutet das, dass die zentralen Informationen und Vorteile (“Direkte Strandlage”) sofort ins Auge stechen.

Wenn du Sales mit Rabattaktionen steigern willst, bietet es sich an, durch Formulierungen wie “Nur noch kurze Zeit”, “Letzte Chance” oder “Nur noch wenige auf Lager” Dringlichkeit zu erzeugen. Lust auf Interaktion machst du, indem du User direkt ansprichst. Gib ihnen das Gefühl, dass du sie persönlich adressierst. Fragen sind dafür gut geeignet.

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5. Kombiniere Text und Bild

In bildlastigen sozialen Netzwerken bietet es sich an, Bilder mit Text zu kombinieren.

Experimentiere zum Beispiel in Pinterest mit der Kombination aus knackiger Headline plus Subline. Achte dabei darauf, dass deine Texte kurz sind, die Bedürfnisse deiner Zielgruppe aufgreifen und Lust auf “mehr” machen.

Wichtig für das Design ist, dass sich Text und Bild ergänzen. Wenn sie so wirken, als würden sie nebeneinander stehen, konkurrieren beide Elemente um Aufmerksamkeit. Das verwirrt und führt dazu, dass BetrachterInnen weiter scrollen.

In Instagram sorgen gelegentliche Zitate für Abwechslung und Aufmerksamkeit, allein deshalb, weil sie zwischen all den bunten Bildern und Videos herausstechen. Am besten eignen sie sich, wenn sie kurz, leicht verständlich und einprägsam sind.

6. Verwende Videos

Videos fallen auf, besonders wenn sie in Autoplay ablaufen. Außerdem sprechen sie mehrere Sinne gleichzeitig an, wecken Emotionen und verankern Inhalte im Gedächtnis. 

Darum gilt: Willst du mehr Aufmerksamkeit in Social Media, verwende Videos. Weil sie so wichtig sind, widmen wir ihnen hier ein eigenes Kapitel.

Tipps für aufmerksamkeitsstarke Social Media Videos

7. Nutze die ersten Sekunden

Für Videos gilt dasselbe wie für Texte: Die ersten Sekunden zählen. Verzichte, anders als in Werbeclips fürs Fernsehen, auf lange Spannungsbögen und Einleitungen. Gib Zuschauern sofort gute Gründe, weiterzuschauen. 

In einem Actionvideo wie dem Folgenden bedeutet das, dass es direkt zur Sache geht.

Edeka macht erst einmal Appetit. Auch das motiviert, weiterzusehen.

Natürlich hängt der Einstieg auch von der Art des Videos und dem Kanal ab. Während Instagram-, Facebook- oder Pinterest-Videos am besten kurz sind, eignet sich YouTube auch für längere Inhalte.

Aber selbst wenn sich ein YouTube-Nutzer aufgrund von Titel und Thumbnail entschieden hat, dein einstündiges Tutorial zum Suchmaschinenmarketing anzusehen, schadet es nicht, zu Beginn noch einmal die zentralen Vorteile dieser Entscheidung herauszustellen. Schließlich geht Aufmerksamkeit schnell wieder verloren. 

8. Achte auf ein gutes Vorschaubild in YouTube

YouTube verzichtet auf Autoplay. Hier entscheidet das Vorschaubild, das sogenannte Thumbnail mit darüber, wie viel Aufmerksamkeit ein Video generiert und wie sehr es zum Klicken animiert, in YouTube selbst und als Suchergebnis in Google.

Je nach Inhalt des Videos bietet es sich hier wiederum an, Text und Bild zu kombinieren. Dabei helfen folgende Tipps: 

  • Auch bei YouTube-Thumbnails ist es wichtig, dass sich Text und Bild ergänzen. 
  • Der Text sollte, zusammen mit Titel und Beschreibung, den Inhalt des Videos deutlich machen und die Vorteile, von denen Zuschauer profitieren.
  • Stelle sicher, dass der Text auf verschiedenen Bildschirmen gut lesbar ist. Denke daran, dass immer mehr Menschen auf Smartphones Videos ansehen. Da wird eine Bildunterschrift im kunstvoll verschnörkelten Font schnell zum Problem. 

Pfeile, Emojis und bunte Farben können ebenfalls Aufmerksamkeit fördern. Allerdings passen sie nicht zu jedem Thema und wenn du es übertreibst, wirkt das Ergebnis schnell unseriös. 

9. Pinterest-Videos im Feed hervorheben

Pinterest Video Ads konkurrieren im Feed immer mit mehreren anderen Pins, auch auf dem Smartphone. Damit sie mehr Aufmerksamkeit bekommen als ihre Nachbarschaft empfehlen wir einen Blick in den von Pinterest veröffentlichten Video-Guide. Hier findest du 10 Animations-Techniken, mit denen sich deine Videos im Feed von ihrer Umgebung abheben.

So lässt sich durch relative einfache Stilmittel ein Eindruck von Dreidimensionalität erzeugen. Oder du designst Video Ads so, dass NutzerInnen das Gefühl bekommt, Gegenstände beziehungsweise Lebewesen würden sich aus dem Pin heraus- oder in ihn hineinbewegen.

Das Tolle an diesen Techniken: Sie lassen sich mit einer guten Software für die Videobearbeitung relativ leicht umsetzen, erzielen aber einen großen Effekt.

10. Vertikal gewinnt

Wir hatten es schon angesprochen: Immer mehr NutzerInnen sehen sich Videos auf dem Smartphone an. Für Social Media Marketer heißt das, aufs Format zu achten. Quadratische oder noch besser vertikale Clips erzielen mehr Aufmerksamkeit im mobilen Feed. Gleichzeitig sind natürlich die jeweiligen Vorgaben des Netzwerks zu beachten.

11. Emotionen und Informationen statt Werbung

In erster Linie schauen sich Menschen Social Media Videos an, um unterhalten zu werden, Inspirationen und nützliche Tipps zu erhalten. Sieht ein Video auf den ersten Blick nach klassischer “Werbung” aus, stößt das ab.

Rücke deshalb von Beginn an den Mehrwert von Videos in den Vordergrund. Erzähle Geschichten, teile wertvolle Informationen und sprich die Emotionen der ZuschauerInnen an. Letzteres ist besonders wichtig, damit Videos etwas auslösen. Manchmal funktioniert das schon durch ein geschickt gewähltes Zusammenspiel von Farben, Sound und Motiven.

Auch Produktvideos profitieren von einer Story, die das Produkt einrahmt.

12. Optimiere Videos für stumme Momente 

Etwa 80 Prozent aller Facebook-Videos werden ohne Ton angesehen. Ein gutes Argument für Untertitel. 

Zugegeben: Untertitel zu einem Social-Media-Video hinzuzufügen, ist Arbeit. Zwar bieten zum Beispiel YouTube und Facebook an, automatisch Untertitel zu generieren. Leider jedoch ist die Fehlerquote dabei ein kritischer Aspekt.

Social Media Videos lassen sich aber auch so erstellen, dass sie wenig gesprochene Sprache benötigen. Schlüsselstellen lassen sich auch als Text im Bild einblenden. So oder so solltest du vermeiden, dass User beim Autoplay den Eindruck bekommen, dass sie das Video nur mit Ton genießen können. 

Entscheidend ist die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe

Maximale Aufmerksamkeit bei allen ist nicht entscheidend im Social Media Marketing. Wichtig ist, dass sich deine Zielgruppe für deine Beiträge, deine Marke und deine Produkte interessiert. Stell dir deshalb immer wieder die Frage: “Wen will ich/wollen wir erreichen?”

Die Antwort darauf ist genauso entscheidend für die Brand Voice wie für den Inhalt von Videos und den Einsatz von Humor in deinen Postings. Denn bei allen Gemeinsamkeiten gibt es viele Unterschiede darin, was die Aufmerksamkeit unterschiedlicher Personen weckt.

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