Social Media Kanäle

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Cross-platform Social Media Campaigns
Social Media Niche Networks Marketing

Bei Social Media Kanälen handelt es sich um digitale Plattformen, die in der Regel vorrangig der Kommunikation und dem Austausch von Informationen dienen. Beispiele dafür sind Facebook, YouTube und Instagram. Daneben gibt es weniger nutzerstarke Nischenkanäle, die sich meist auf ausgewählte Themen konzentrieren. Die Auswahl der Plattformen bzw. Social Media Kanäle spielt im Social Media Marketing eine zentrale Rolle.

Unterschiede zwischen verschiedenen Social Media Kanälen bestehen zum Beispiel in der Zahl der Nutzer und ihrer Zusammensetzung. Daneben kennzeichnen sie sich durch Aufbau und Funktionen. So konzentriert sich beispielsweise Instagram ganz auf visuelle Inhalte. Im Gegensatz dazu legt Twitter den Fokus auf Kurznachrichten. Während Facebook bei älteren Nutzern an Beliebtheit gewinnt, ist Snapchat in erster Linie unter jungen Menschen verbreitet.

Überblick über die wichtigsten Social Media Kanäle

Zu den am weitesten verbreiteten sozialen Medien gehören aktuell die folgenden:

Facebook

Facebook stellt mit rund 2,27 Milliarden monatlich aktiven Nutzern (Stand: Januar 2019) [1] das weltweit größte soziale Netzwerk dar. Auch im Social Media Marketing von Unternehmen belegt es einen Spitzenplatz. Als „Mutter aller sozialen Netzwerke“ bietet es eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit der eigenen Zielgruppe zu kommunizieren bzw. zu interagieren. Neben Content Marketing mithilfe von Unternehmensprofilen gewinnen Storys immer mehr an Bedeutung. Außerdem schalten Unternehmen zunehmend bezahlte Anzeigen auf Facebook. Dies ist mitbedingt durch die sinkende Reichweite von organischem Marketing in dem Medium. In der jüngsten Vergangenheit machte Facebook allerdings vor allem mit Datenschutzskandalen [2] von sich reden und weckte international viel Kritik.

Instagram

Das zu Facebook gehörige Instagram konzentriert sich auf visuelle Inhalte, neben Fotos zunehmend auch Videos. Im Gegensatz zu Facebook ist Instagram als mobile App konzipiert. Seine Nutzer sind im Durchschnitt jünger. Zudem zeichnet sich Instagram im Social Media Marketing durch einen vergleichsweise hohe Reichweite und ein hohes Engagement aus. Beides trägt wesentlich zu der steigenden Beliebtheit des Netzwerks bei Werbetreibenden bei. Allerdings eignet sich Instagram vor allem für Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen visuell in Szene setzen können. Schließlich bietet Instagram durch seine visuelle Ausrichtung hervorragende Ausgangsbedingungen für das Influencer Marketing. [3]

YouTube

Als Videokanal ist YouTube, dessen Eigentümer seit 2006 Google ist, die Nummer 2 der meist genutzten sozialen Medien weltweit. Unternehmen bietet es zum Beispiel die Möglichkeit, Videoanleitungen und Produktvorstellungen zu veröffentlichen, in Videoclips Einblicke hinter die Kulissen zu geben oder mit emotionalen Videos die Kundenbindung zu stärken. [4] YouTube eignet sich gut für das Influencer Marketing. Außerdem betreibt das Videoportal ein Partnerprogramm. Erfolgreiche Kanäle können dieses nutzen, um Werbeanzeigen in ihre Videos einzubinden und auf diese Art Geld zu verdienen.

Twitter

Twitter gehört zu den Urgesteinen unter den Social Media Kanälen. Der Kurznachrichtendienst beschränkt sich auf Nachrichten mit einer maximalen Länge von 280 Zeichen. Während Twitter weniger verbreitet ist als Facebook, YouTube oder Instagram, stellt es eine gute Möglichkeit dar, Meinungsbildner zu erreichen und direkt mit Konsumenten oder Geschäftspartnern zu kommunizieren.

Pinterest

Ähnlich wie Instagram legt Pinterest den Schwerpunkt auf visuelle Inhalte. Diese sind als Pins an Pinnwänden angeordnet. Pinterest wird noch von vergleichsweise wenigen Unternehmen genutzt, und das, obwohl Umfragen dem Netzwerk eine große Effizienz dabei bescheinigen, Konsumenten auf Marken und Produkte aufmerksam zu machen. [5] Besonders gut eignet sich Marketing auf Pinterest für Unternehmen aus Bereichen wie Mode, Sport, Gesundheit oder Beauty.

LinkedIn und Xing

Xing und LinkedIn werden vorrangig genutzt, um berufliche Kontakte zu knüpfen und Talente zu finden. Daneben eröffnet vor allem das eher international ausgerichtete LinkedIn viele Möglichkeiten, B2B Marketing zu betreiben. Xing dagegen beschränkt sich auf den deutschsprachigen Markt. Die Bedeutung beider Medien für das Recruiting steigt mit der fortschreitenden Digitalisierung.

Snapchat

Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat verzeichnete im ersten Quartal 2019 weltweit 190 Millionen täglich aktive Nutzer. [6] Bei den meisten davon handelt um Menschen unter 35. [7] Sie können das Medium nutzen, um Fotos oder Videos an Freunde zu verschicken. Das Besondere daran ist, dass die Inhalte, die zum Beispiel mit Effekten bearbeitet werden, nach kurzer Zeit verschwinden. Eine Ausnahme davon stellen Storys dar. Sie bestehen länger. Snapchat bietet Unternehmen, die über Social Media Marketing eine junges Publikum erreichen wollen, diverse Möglichkeiten, Anzeigen zu schalten.

Messengerdienste

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt der Kurznachrichtendienst WhatsApp mit 1,6 Milliarden aktiven monatlichen Nutzern im April 2019. [8] Zudem existieren im asiatischen Raum große soziale Medien wie beispielsweise der Messengerdienst WeChat, der im Januar 2019 über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer verzeichnete. [9]

Überblick über Nischenplattformen

Neben den erwähnten großen sozialen Medien gibt es eine Vielzahl kleinerer Plattformen. Oft konzentrieren sich diese auf ausgewählte Themen und Zielgruppen. Dadurch eignen sie sich nur für bestimmte Unternehmen für das Social Media Marketing. Zu den Vorteilen von Nischenplattformen gehört jedoch, dass die Konkurrenz geringer ausgeprägt ist als auf Facebook und Co. und dass Firmen hier gezielt bestimmte Nutzergruppen ansprechen können.

Beispiele für relevante Nischenplattformen sind die folgenden:

  • TikTok: TikTok ist der Nachfolger der Plattform musical.ly. Er konzentriert sich auf Kurzvideos und zeichnet sich durch die auffällig junge Nutzerschaft aus. Unternehmen können auf TikTok Anzeigen schalten. [10]
  • Behance: Die Online-Plattform Behance wird von Adobe betrieben. Hier können Angehörige von Kreativberufen, zum Beispiel Designer, ihre Arbeiten präsentieren. Die Nutzerprofile basieren auf Projekten.
  • Vimeo: Als Videoportal erlaubt Vimeo das Streaming von Videos in hoher Qualität. Videos anderer Nutzer können gesammelt, bewertet und kommentiert werden.
  • Twitch: Auch bei Twitch handelt es sich um ein Videoportal. Allerdings dient es in erster Linie der Übertragung von Videospielen und E-Sport-Ereignissen. Seit einiger Zeit betreibt auch Twitch, ähnlich wie YouTube, ein Partnerprogramm, in dessen Rahmen Werbeanzeigen ausgespielt werden können.
  • Ask.fm: Ask.fm unterscheidet sich grundlegend von anderen sozialen Medien. Wie der Name andeutet, dient es in erster Linie dazu, anderen Mitgliedern Fragen zu stellen und selbst Fragen zu beantworten. Dabei können Nutzer sowohl anonym als auch unter Angabe ihres Namens fragen. Ask.fm verzeichnete nach eigenen Angaben im Mai 2019 10 Millionen aktive Nutzer. Über 80 % davon waren jünger als 26 Jahre. [11] Werbetreibenden bietet das Portal die Option, Anzeigen zu schalten.

Quellenangaben

[1] Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) im Januar 2019 (in Millionen), Statista, abgerufen am 29.6.2019
[2] vgl. z. B. Schuler, Marcus, Bilanz für 2018. Facebooks größtes Skandal-Jahr, tagesschau.de, abgerufen am 29.5.2019
[3] diverse Statistiken zu Instagram sind hier zu finden: Smith, Kit, 47 interessante Instagram-Statistiken, Brandwatch, abgerufen am 23.5.2019
[4] Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) im Januar 2019 (in Millionen), Statista, abgerufen am 23.5.2019
[5] Here’s how people shop on Pinterest, Pinterest Business, abgerufen am 23.5.2019
[6]Firsching, Jan, Snapchat Statistiken für 2019: Nutzerzahlen, versendete Snaps & Verweildauer, Futurebiz, abgerufen am 22.5.2019
[7] Distribution of Snapchat users worldwide as of October 2019, by age and gender, Statista, abgerufen am 29.5.2019 (Stand: 29.5.2019)
[8] Most popular global mobile messenger apps as of October 2019, based on number of monthly active users (in millions), Statista, abgerufen am 1.6.2019
[9] Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) im Januar 2019 (in Millionen), Statista, abgerufen am 1.6.2019
[10] für Statistiken zu TikTok vgl. Iqbal, Mansoor, TikTok Revenue and Usage Statistics (2019), BusinessofApps, abgerufen am 22.5.2019
[11] ASKfm for partners, abgerufen am 22.5.2019

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