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Social Media Kanäle

Bei Social-Media-Kanälen handelt es sich um digitale Plattformen, die in der Regel der Kommunikation und dem Austausch von Informationen dienen. Beispiele für große Social-Media-Plattformen sind Facebook, YouTube und Instagram oder auch TikTok. Daneben gibt es weniger nutzerstarke Nischenkanäle, die sich meist auf ausgewählte Themen konzentrieren.

Die Auswahl der Plattformen bzw. Social Media Kanäle, auf denen Unternehmen aktiv sind, spielt im Social Media Marketing eine zentrale Rolle. Sie entscheidet mit darüber, ob du deine Zielgruppe erreichst und ob du das Potenzial von Social Media ausschöpfen kannst.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Social-Media-Plattformen?

Zentrale Unterschiede zwischen Social-Media-Kanälen sind die folgenden:

  • Zahl der Nutzer:innen: Wie viele Personen eine Plattform aktiv nutzen, beeinflusst die Reichweite, die Marketingmaßnahmen entfalten können. Allerdings klaffen Theorie und Praxis in dieser Hinsicht oft weit auseinander. Denn die organische Reichweite ist in vielen Netzwerken mittlerweile stark eingeschränkt und die Konkurrenz groß. Deshalb erreichen Unternehmen auf Plattformen mit mehreren Hundert Millionen Nutzer:innen oft nur eine Handvoll davon. 
  • Demografie: Nicht nur in der Größe ihrer Community, auch in ihren demografischen Merkmalen unterscheiden sich Social-Media-Kanäle. TikTok ist beispielsweise vor allem bei jungen Menschen beliebt und Pinterest bei Frauen. Abgesehen vom Alter und Geschlecht gibt es Unterschiede in der Herkunft, den Interessen oder dem Einkommen. 
  • Funktionen: Schließlich setzen Social-Media-Kanäle verschiedene Schwerpunkte und bieten jeweils andere Funktionen. Im Mittelpunkt von Instagram stehen visuelle Inhalte, auf TikTok dreht sich alles um Kurzvideos, und X, ehemals Twitter, setzt seit jeher vor allem auf Kurznachrichten. Manche erfolgreiche Formate werden von anderen Plattformen, oftmals unter anderem Namen, kopiert. Ein Beispiel dafür sind Kurzvideos, die auf Instagram Reels heißen und auf YouTube Shorts.

Je nachdem, welche Ziele du im Social Media Marketing verfolgst, spielen noch andere Eigenschaften eine wichtige Rolle für die Auswahl. Darauf gehen wir später ein.

Überblick über die wichtigsten Social-Media-Kanäle

Zu den wichtigsten sozialen Medien gehören aktuell die folgenden:

Social Media Kanäle Social Media Kanaele Facebook

Facebook

Nutzer:innen: weltweit ca. 3,05–3,1 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen (MAU), in Deutschland rund 22 Millionen wöchentlich aktive Nutzer:innen

Geeignet für: B2C-Marketing weltweit, Videomarketing, Anzeigenwerbung, Social Commerce

Vorteile: 

  • Gemessen an der Zahl der Nutzer:innen weiterhin das größte soziale Netzwerk der Welt
  • Sehr leistungsfähige Werbeplattform mit detaillierten Targeting-Optionen
  • Vielfältige Content-Formate wie Beiträge, Storys, Videos, Reels, Gruppen und Live-Streams
  • Gute Möglichkeiten für Community-Aufbau und Kundenkommunikation

Nachteile: 

  • Geringe organische Reichweite für Unternehmensseiten
  • Jüngere Zielgruppen nutzen zunehmend andere Plattformen wie Instagram oder TikTok
  • Algorithmus bevorzugt Unterhaltung und Videoinhalte gegenüber klassischen Beiträgen
  • Kritik an Meta und Facebook, etwa in Bezug auf Datenschutz und Plattformregulierung

Facebook stellt das weltweit größte soziale Netzwerk dar. Die Plattform bietet Unternehmen vielfältige Möglichkeiten für Marketing und den Community-Aufbau und mit der Meta Business Suite eine zentrale Verwaltungsplattform.

Heute schalten Unternehmen verstärkt bezahlte Anzeigen auf Facebook. Dies ist mitbedingt durch die sinkende Reichweite von organischem Facebook Marketing. Im Content-Bereich gewinnen Videos und Kurzvideoformate wie Reels an Bedeutung. Der Facebook-Algorithmus priorisiert verstärkt unterhaltsame und visuelle Inhalte, die auch Nutzer:innen außerhalb der eigenen Community erreichen können. Gleichzeitig spielen Facebook-Gruppen weiterhin eine wichtige Rolle für den Aufbau aktiver Communitys und den Austausch zwischen Unternehmen und Nutzer:innen.

Mit Funktionen wie Facebook Shops und dem Commerce Manager bietet die Plattform außerdem Möglichkeiten für Social Commerce. Unternehmen können Produkte direkt auf Facebook präsentieren und Verkäufe über integrierte Shop-Funktionen und verlinkte Online-Shops generieren.

In den vergangenen Jahren stand Facebook allerdings auch immer wieder in der Kritik, insbesondere wegen Datenschutzfragen und der Rolle der Plattform bei der Verbreitung von Informationen. Gleichzeitig zeigt sich ein demografischer Wandel: Während Facebook in vielen Altersgruppen weiterhin stark genutzt wird, sind jüngere Nutzer:innen zunehmend auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat aktiv.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt Facebook für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil ihrer Social-Media-Strategie – vor allem aufgrund seiner großen Reichweite, seiner leistungsfähigen Werbeplattform und der vielfältigen Möglichkeiten zur Zielgruppenansprache.

Social Media Kanäle AD 4nXeE9jmtSinh2KFH5boXI mYkSr3DUHW PRu

Instagram

Nutzer:innen: weltweit rund 3 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen, in Deutschland 31 monatlich aktive Nutzer:innen

Geeignet für: B2C-Marketing, visuelles Storytelling, Videomarketing, Influencer Marketing, Social Commerce sowie Produkte und Dienstleistungen, die sich gut visuell präsentieren lassen

Vorteile: 

  • Besonders beliebt bei jungen und mittleren Altersgruppen
  • Große internationale Reichweite
  • Hohe Engagement-Raten, insbesondere bei Videoformaten wie Reels
  • Vielfältige Content-Formate wie Fotos, Videos, Storys, Reels und Karussell-Beiträge
  • Gute Voraussetzungen für Influencer Marketing und Social Commerce

Nachteile: 

  • Große Konkurrenz und hoher Content-Druck
  • Organische Reichweite schwankt stark durch algorithmische Veränderungen
  • Nicht für jede Branche gleichermaßen geeignet, insbesondere bei wenig visuell darstellbaren Themen

Instagram konzentriert sich auf visuelle Inhalte. Während die Plattform ursprünglich vor allem auf Fotos ausgerichtet war, spielen heute Videos und insbesondere Kurzvideoformate, Instagram Reels, eine zentrale Rolle.

Besonders stark vertreten unter den Nutzer:innen sind Menschen zwischen etwa 18 und 40 Jahren. Dadurch ist Instagram für viele Unternehmen eine wichtige Plattform, um jüngere Zielgruppen zu erreichen und Marken emotional zu inszenieren. In unserem großen Social Media Report 2026 landete Instagram auf dem 1. Platz der meistverwendeten Plattformen von Unternehmen in der DACH-Region.

Im Social Media Marketing zeichnet sich Instagram durch vergleichsweise hohe Engagement-Raten aus. Funktionen wie Storys, Reels, Karussell-Beiträge oder Live-Streams ermöglichen vielfältige Formen des Storytellings und interaktive Funktionen wie Instagram Story-Sticker, Umfragen, Quizzes oder GIFs fördern den lebendigen Austausch mit der eigenen Community.

Gleichzeitig spielt der algorithmische Feed eine große Rolle: Inhalte werden zunehmend auch Nutzer:innen angezeigt, die dem eigenen Account noch nicht folgen. Dadurch erzielen sie eine hohe organische Reichweite. Über Instagram Direct Messages können Unternehmen direkt mit Nutzer:innen kommunizieren und Kundenanfragen beantworten oder Support anbieten. Auch Social Commerce mittels Produktmarkierungen und Shopping-Funktionen gewinnt an Bedeutung.

Außerdem bietet Instagram hervorragende Ausgangsbedingungen für Influencer Marketing. Neben großen Influencer:innen arbeiten viele Unternehmen bewusst mit Mikro-Influencer:innen zusammen, die eine überschaubare, aber oft besonders engagierte Community haben. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können mit ihrer Hilfe Vertrauen aufbauen und ihre Reichweite erweitern.

Besonders gut eignet sich Instagram Marketing für Unternehmen und Onlineshops, die ihre Produkte beziehungsweise Dienstleistungen visuell ansprechend präsentieren können, in Bildposts, Videos oder Karussell-Posts.

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YouTube

Nutzer:innen: weltweit etwa 2,6 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen, in Deutschland rund 32 Millionen wöchentlich aktive Nutzer:innen

Geeignet für: B2C-Marketing, Videomarketing, Content Marketing, Influencer Marketing

Vorteile: 

  • Große Reichweite in nahezu allen Altersgruppen
  • Starke Bedeutung von Videos als wichtigem Content-Format
  • Gute Auffindbarkeit durch Suchfunktion und YouTube SEO
  • Vielfältige Werbe- und Monetarisierungsmöglichkeiten
  • Inhalte können langfristig sichtbar bleiben und über Jahre hinweg Aufrufe generieren

Nachteile: 

  • Große Konkurrenz und hoher Qualitätsanspruch bei Videos
  • Videoproduktion kann zeit- und kostenintensiv sein
  • Aufbau eines erfolgreichen Kanals erfordert meist einen längeren Zeitraum

YouTube gehört zu den meistgenutzten sozialen Medien weltweit und ist die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Seit der Übernahme durch Google im Jahr 2006 hat sich die Plattform zu einem zentralen Ort für Videoinhalte im Internet entwickelt.

Unternehmen können YouTube unter anderem nutzen, um Videoanleitungen, Tutorials, Imagefilme, Produktvorstellungen oder Einblicke hinter die Kulissen zu veröffentlichen, Live-Streams oder Podcasts zu veröffentlichen. Durch gezieltes YouTube SEO – etwa über Keywords in Titel und Beschreibung sowie geeignete Hashtags – bleiben Videos langfristig sichtbar und erreichen kontinuierlich neue Zuschauer:innen.

Neben längeren Videos bietet YouTube mit YouTube Shorts ein Kurzvideoformat, das vor allem der Reichweitensteigerung und Ansprache neuer Zielgruppen dient.

Auch im Influencer Marketing spielt YouTube eine wichtige Rolle. Viele YouTube-Creator:innen arbeiten mit Unternehmen zusammen, um Produkte oder Dienstleistungen in ihren Videos vorzustellen. Darüber hinaus betreibt die Plattform ein eigenes Partnerprogramm, über das erfolgreiche Kanäle Einnahmen erzielen, beispielsweise durch Werbeanzeigen, Kanalmitgliedschaften oder andere Monetarisierungsfunktionen.

Als Kombination aus Suchmaschine, Videoplattform und Social Media Netzwerk bleibt YouTube für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil einer langfristigen Content- und Marketingstrategie. Das spiegelt auch unser Social Media Report wider.

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LinkedIn

Nutzer:innen: über 850 Millionen Mitglieder weltweit, Deutschland 7 Millionen

Geeignet für: B2B-Marketing, Recruiting, Employer Branding, Personal Branding, Content Marketing

Vorteile: 

  • große internationale Plattform für berufliche Netzwerke
  • direkter Zugang zu Fachkräften, Entscheidungsträger:innen und Branchenexpert:innen
  • gute Möglichkeiten für Thought Leadership und Expertenpositionierung
  • vielfältige Contentformate wie Beiträge, Videos, Dokument-Posts und Newsletter
  • präzise Zielgruppenansprache bei Werbeanzeigen

Nachteile: 

  • In erster Linie für B2B Marketing, Recruiting und berufliche Vernetzung geeignet
  • Werbekampagnen sind vergleichsweise teuer
  • Hoher Wettbewerb um Aufmerksamkeit im Feed

LinkedIn ist das weltweit größte berufliche Netzwerk und richtet sich vor allem an Fachkräfte, Unternehmen und Organisationen. Die Plattform wird häufig für Recruiting, berufliche Vernetzung und Karriereentwicklung genutzt, hat sich aber auch zu einem wichtigen Kanal für B2B-Marketing und Unternehmenskommunikation mit einem vielfältigen Angebot an Contentformaten entwickelt. in der DACH-Region wächst ihre Bedeutung rasant. Gaben in unserem Social Media Report 2023 noch 52 % der Befragten an, dass Ihr Unternehmen LinkedIn aktiv nutzt, so waren es 2026 bereits 77,5 %.

Unternehmen können LinkedIn nutzen, um sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren, Branchenwissen zu teilen oder ihre Expertise sichtbar zu machen. Regelmäßige Beiträge, Videos oder Dokument-Posts ermöglichen es Marken und Einzelpersonen, sich als Expert:innen in ihrem Fachgebiet zu positionieren und mit anderen Nutzer:innen in den Austausch zu treten.

Neben klassischen Beiträgen spielen auf LinkedIn Artikel und Newsletter eine wichtige Rolle. Sie bieten die Möglichkeit, umfangreichere Inhalte zu veröffentlichen und langfristig eine interessierte Leserschaft aufzubauen.

Mit LinkedIn Ads stehen außerdem vielfältige Werbeformate zur Verfügung. Ein besonderer Vorteil ist das präzise Targeting nach Kriterien wie Branche, Unternehmensgröße, Jobtitel oder Karrierestufe. Dadurch eignet sich LinkedIn sehr gut für Marketingkampagnen im B2B-Bereich. 

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X (ehemals Twitter)

Nutzer:innen: weltweit rund 388 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen (Schätzungen), Deutschland ca. 12 Millionen

Geeignet für: B2C- und B2B-Marketing, Realtime-Marketing, Branchenkommunikation, Social Customer Service, Thought Leadership

Vorteile: 

  • Schnelle Verbreitung von Informationen und Diskussionen in Echtzeit
  • Direktes Feedback und Kommunikation mit Kund:innen möglich
  • Besonders geeignet für Branchen-, Politik- und Tech-Diskussionen
  • Neue Monetarisierungs- und Creator-Programme

Nachteile: 

  • Vergleichsweise kleinere Reichweite als Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube
  • Starke Konkurrenz um Aufmerksamkeit im Feed
  • Höhere Gefahr von Shitstorms und öffentlichen Kontroversen
  • Veränderungen bei Moderation und Plattformstrategie sorgen teilweise für Unsicherheit bei Werbetreibenden

Die Plattform X, früher unter dem Namen Twitter bekannt, gehört zu den ältesten sozialen Netzwerken. Seit der Übernahme durch Elon Musk im Jahr 2022 wurde sie umfassend verändert und 2023 in X umbenannt. Dahinter steht das Ziel, das Netzwerk langfristig zu einer „Everything App“ auszubauen, die neben Kurznachrichten Funktionen wie Video, Messaging oder digitale Bezahlfunktionen integriert.

Vorerst bleibt X vor allem eine Plattform für öffentliche Diskussionen, Nachrichten und Meinungsbildung in Echtzeit. Inhalte verbreiten sich häufig sehr schnell und werden besonders stark von Journalist:innen, Politiker:innen, Tech-Expert:innen und Brancheninsider:innen genutzt.

Im Marketing wird X häufig für Realtime-Marketing, Branchenkommunikation und Social Customer Service eingesetzt. Viele Unternehmen nutzen die Plattform, um schnell auf Kundenanfragen zu reagieren, Feedback aufzunehmen oder aktuelle Informationen zu verbreiten.

In den letzten Jahren hat X außerdem mehrere neue Funktionen eingeführt. Dazu gehören längere Beiträge, erweiterte Video-Uploads, kostenpflichtige Premium-Abonnements und Monetarisierungsprogramme für Creator:innen, etwa durch Werbe-Revenue-Sharing oder Abonnements.

Gleichzeitig steht das Netzwerk immer wieder in der Kritik, unter anderem wegen Veränderungen bei der Inhaltsmoderation, politischer Debatten auf der Plattform und regulatorischer Untersuchungen in verschiedenen Ländern. Viele ehemalige Nutzer:innen haben X deshalb den Rücken gekehrt bzw. sind zu einer Alternative wie Threads oder Bluesky gewechselt. Das gilt auch für Unternehmen in der DACH-Region. In unserem Social Media Report gaben 14,9 % der Befragten an, dass Ihr Unternehmen plant X zu verlassen.

Social Media Kanäle Social Media Kanaele Tiktok

TikTok

Nutzer:innen: weltweit rund 2 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen, in Deutschland rund 21 Millionen Monatlich aktive Nutzer:innen

Geeignet für: B2C-Marketing, Influencer Marketing, Social Commerce, Marken mit jungen und trendaffinen Zielgruppen 

Vorteile: 

  • Besonders beliebt bei der Generation Z und jungen Millennials
  • Einsteigerfreundlich: Algorithmus ermöglicht auch neuen Accounts hohe organische Reichweiten
  • Große Kreativität und Vielfalt an Videoformaten
  • Vielfältige Werbe- und Influencer-Marketingmöglichkeiten
  • Wachsende E-Commerce- und Shopping-Funktionen

Nachteile: 

  • Nicht für jedes Unternehmen oder jede Branche geeignet
  • Erfolgreicher Content erfordert Kreativität und Trendgespür
  • Schnelllebige Trends und hoher Content-Druck
  • Wiederkehrende Kritik wegen Datenschutz, Jugendschutz und politischer Einflussnahme

Die chinesische Plattform TikTok hat sich in wenigen Jahren von einem Newcomer zu einer der einflussreichsten Social-Media-Plattformen weltweit entwickelt. Sie entstand aus der Video-App Musical.ly und konzentriert sich auf kurze, unterhaltsame Videoclips, die mit Musik, Effekten, Filtern und Bearbeitungswerkzeugen gestaltet werden können. Dieses Konzept erwies sich insbesondere bei jüngeren Zielgruppen als äußerst erfolgreich und wurde inzwischen von vielen anderen Plattformen übernommen.

Im Zentrum der Plattform steht der „For You“-Feed, der Inhalte algorithmisch empfiehlt. Für Unternehmen eröffnet er die Möglichkeit, mit kreativen und trendbasierten Videos schnell Sichtbarkeit zu erzielen – auch ohne große Community.

Dieses Potenzial und der direkte Draht zu einer jungen Generation sind zentrale Gründe dafür, dass immer mehr Marken, auch in der DACH-Region TikTok für gezieltes Social Media Marketing nutzen, insbesondere für Influencer- und Creator-Kooperationen. Zusätzlich bietet das Netzwerk eine Self-Service-Plattform für Anzeigenkampagnen.

Neben einem Ort für Unterhaltung entwickelt sich TikTok zu einer Suchmaschine. Nutzer:innen verwenden die App, um Produkte, Restaurants, Reiseziele oder Tipps ausfindig zu machen. Gleichzeitig gewinnt Social Commerce an Bedeutung: Mit TikTok Shop können Unternehmen in immer mehr Ländern Produkte direkt in der App verkaufen. Auch Live-Shopping und Creator-Affiliate-Programme gewinnen an Beliebtheit.

Wichtig: Voraussetzung für erfolgreiches TikTok Marketing ist, dass Social Media Manager:innen die Funktionsweise der Plattform und aktuelle Trends verstehen. Authentischer, kreativer und unterhaltsamer Content wird von der Community meist deutlich besser angenommen als klassische Werbeformate.

Gleichzeitig steht TikTok immer wieder in der Kritik, unter anderem wegen Fragen zum Datenschutz, zur Datenspeicherung und zum Jugendschutz. In verschiedenen Ländern wird außerdem über mögliche Einschränkungen oder Regulierungen der Plattform diskutiert. Unternehmen sollten diese Entwicklungen im Blick behalten, wenn sie TikTok in ihre Social-Media-Strategie einbeziehen.

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Pinterest

Nutzer:innen: 553 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen, in Deutschland ca. 17 Millionen

Geeignet für: B2C-Marketing, visuelles Marketing, Content Marketing, Social Commerce

Vorteile: 

  • Sehr guter Traffic-Bringer für Onlineshops und Webseiten
  • Viele Nutzer:innen haben Kaufabsichten
  • Inhalte sind langlebiger als auf vielen anderen Plattformen
  • Gute Möglichkeiten für visuelle Produktpräsentation und Social Commerce
  • Pinterest Shopping als Verkaufskanal

Nachteile: 

  • Nicht für jedes Unternehmen oder jede Branche geeignet
  • Erfolg erfordert eine durchdachte Keyword- und Contentstrategie
  • Aufbau von Reichweite kann länger dauern als auf trendbasierten Plattformen

Pinterest ist weniger ein klassisches soziales Netzwerk als eine Kombination aus visueller Suchmaschine und Inspirationsplattform. Nutzer:innen entdecken Inhalte über Themenfeeds, Suchanfragen und Empfehlungen. Die Inhalte sind als sogenannte Pins auf thematischen Pinnwänden organisiert.

Ähnlich wie Instagram legt Pinterest großen Wert auf visuelle Inhalte. Besonders gut funktionieren hochwertige Bilder, Infografiken oder kurze Videos. Gleichzeitig unterscheidet sich Pinterest in einem wichtigen Punkt von vielen anderen Social-Media-Plattformen: Inhalte können über Monate oder sogar Jahre hinweg sichtbar bleiben und kontinuierlich Traffic auf Websites oder Onlineshops bringen.

Viele Nutzer:innen verwenden Pinterest gezielt, um Ideen und Inspiration für Produkte, Projekte oder Lebensbereiche zu finden – etwa für Mode, Einrichtung, Do-it-yourself-Projekte, Reisen, Fitness oder Beauty. Für Unternehmen kann die Plattform deshalb ein effektiver Kanal sein, um früh im Entscheidungsprozess potenzieller Kund:innen präsent zu sein.

Mit Funktionen wie Pinterest Shopping, Produkt-Pins und Werbeanzeigen können Unternehmen ihre Produkte direkt präsentieren und Nutzer:innen auf ihre Onlineshops weiterleiten.

Traditionell wurde Pinterest stärker von weiblichen Nutzer:innen genutzt. Inzwischen hat sich die Zielgruppe verbreitert, und auch jüngere Nutzer:innen sowie männliche Zielgruppen entdecken die Plattform zunehmend für sich.

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Besonders gut eignet sich Marketing auf Pinterest für Unternehmen aus Bereichen wie Mode, Sport, Do-it-Yourself, Gesundheit oder Beauty. Werbetreibende können als Ausgangspunkt für das Marketing ein Pinterest-Business-Profil erstellen und geeignete Tools verwenden, um ihre Pins attraktiv zu gestalten.

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Bluesky

Nutzer:innen: weltweit etwa 40 Millionen aktive Nutzer:innen , in Deutschland ca. 3 Millionen​

Geeignet für: Thought Leadership, Expertenkommunikation, Branchen- und Politikdiskussionen, Kontakte zu Meinungsführer:innen

Vorteile:

  • Offene Plattformarchitektur auf Basis des AT-Protokolls
  • Nutzer:innen können eigene Feeds und Algorithmen zur Inhaltskuratierung erstellen
  • Häufig hohe Interaktionsraten in kleineren Communities
  • Gute Möglichkeiten für Diskussionen und Expertenaustausch

Nachteile:

  • Deutlich kleinere Reichweite als etablierte Social-Media-Plattformen
  • Noch geringe Markenbekanntheit außerhalb bestimmter Communities
  • Keine etablierte Werbemöglichkeiten für Unternehmen

Bluesky wurde als Alternative zu klassischen sozialen Netzwerken entwickelt und setzt auf eine offene, dezentrale Plattformarchitektur. Grundlage ist das sogenannte AT-Protokoll (Authenticated Transfer Protocol), das mehr Kontrolle über Daten, Identität und Inhalte ermöglichen soll. Ziel ist es, Nutzer:innen größere Freiheit bei der Nutzung und Organisation von sozialen Netzwerken zu geben.

Ein besonderes Merkmal von Bluesky sind individuell anpassbare Feeds: Nutzer:innen können eigene algorithmische Feeds erstellen oder bestehende Feeds abonnieren, um Inhalte nach bestimmten Themen oder Interessen zu filtern. Dadurch unterscheidet sich die Plattform deutlich von klassischen Social-Media-Diensten, bei denen meist ein zentral gesteuerter Algorithmus den Newsfeed bestimmt.

Die Plattform gewann insbesondere in den Jahren 2024 und 2025 an Aufmerksamkeit, als viele Nutzer:innen nach Alternativen zu bestehenden sozialen Netzwerken suchten. Dennoch bleibt Bluesky im Vergleich zu Plattformen wie Instagram, TikTok oder X deutlich kleiner. In unserem Social Media Report landet sie mit 6,1 % auf den hintersten Plätzen der meistgenutzten Netzwerke.

Für Unternehmen kann Bluesky vor allem interessant sein, wenn sie sich in Fachdiskussionen, gesellschaftlichen Debatten oder technologischen Themenfeldern positionieren möchten. Klassische Werbung spielt auf der Plattform bislang kaum eine Rolle. Stattdessen stehen Austausch, Community-Diskussionen und inhaltliche Beiträge im Mittelpunkt.

Aufgrund der noch vergleichsweise kleinen Nutzerbasis und der fehlenden etablierten Marketingfunktionen eignet sich Bluesky derzeit eher als Ergänzung zu anderen Social-Media-Kanälen als als zentraler Marketingkanal. Auch in der DACH-Region ist bisher nur eine kleine Zahl an Unternehmen auf Bluesky aktiv.

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Threads

Nutzer:innen: weltweit rund 400 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen ​

Geeignet für: Community Building, Markenkommunikation, Thought Leadership, humorvolles und dialogorientiertes Marketing

Vorteile:

  • Enge Integration mit Instagram ermöglicht einfache Übernahme bestehender Communities
  • Algorithmische Empfehlungssysteme können auch neuen Accounts schnell Reichweite verschaffen
  • Stark wachsendes Netzwerk mit hohem Engagement in Diskussionen
  • Neue Werbemöglichkeiten für Unternehmen über das Meta-Werbenetzwerk

Nachteile:

  • Plattform befindet sich weiterhin im Aufbau und entwickelt sich schnell weiter
  • Starke Abhängigkeit vom Meta-Ökosystem
  • Diskussionen über Datenschutz und Plattformregulierung

Threads wurde 2023 von Meta als textbasierte Social-Media-Plattform eingeführt und positioniert sich als Alternative zu anderen Microblogging-Diensten. Die Plattform ist eng mit Instagram verbunden: Nutzer:innen können ihr bestehendes Instagram-Profil übernehmen und so schneller eine Community aufbauen.

Im Zentrum von Threads stehen kurze textbasierte Beiträge, Diskussionen und Community-Interaktionen. Ähnlich wie bei anderen Plattformen von Meta spielt der algorithmische Feed eine wichtige Rolle. Beiträge können dadurch auch Nutzer:innen erreichen, die dem jeweiligen Account noch nicht folgen, was die Entdeckung neuer Inhalte erleichtert.

Seit 2025 testet Meta Werbeanzeigen auf Threads, und inzwischen werden Anzeigen schrittweise weltweit ausgerollt. Unternehmen können Threads-Ads über den Meta Ads Manager buchen, ähnlich wie Kampagnen auf Facebook oder Instagram. Die Anzeigen erscheinen direkt im Feed zwischen regulären Beiträgen und als Bild-, Video- oder Karussell-Ads.

Durch die Integration mit Instagram wird Threads zunehmend zu einem neuen Baustein im Meta-Werbeökosystem. Gleichzeitig bleibt die Plattform stark auf Community-Diskussionen und dialogorientierte Inhalte ausgerichtet. Unternehmen, die auf authentische Kommunikation und Interaktion setzen, können hier frühzeitig eine sichtbare Präsenz aufbauen.

Trotz des starken Wachstums befindet sich Threads weiterhin in einer Entwicklungsphase. Funktionen und Monetarisierungsmodelle werden laufend erweitert, weshalb Unternehmen die Entwicklung der Plattform aufmerksam beobachten sollten.

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Snapchat

Nutzer:innen: etwa 930 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen, in Deutschland etwa 8 Millionen wöchentlich aktive Nutzer:innen

Geeignet für: B2C-Marketing, Influencer Marketing, Marken mit einer jungen Zielgruppe

Vorteile: 

  • Besonders hohe Nutzung bei der Generation Z
  • Weniger Markenpräsenz als auf einigen anderen großen Plattformen
  • Kreative Werbeformate wie Augmented-Reality-Lenses, Story Ads und Collection Ads
  • Starke Ausrichtung auf visuelle Kommunikation und mobile Nutzung

Nachteile: 

  • Reichweite in älteren Zielgruppen begrenzt
  • Inhalte oft kurzlebig und schnelllebige Content-Dynamik
  • Nicht für jedes Unternehmen oder jede Branche geeignet

Snapchat ist ein Instant-Messaging- und Social-Media-Dienst, über den Nutzer:innen Fotos, Videos, Nachrichten und Storys mit ihren Kontakten teilen können. Viele Inhalte sind nur für eine begrenzte Zeit sichtbar. Das macht die Plattform besonders für spontane und authentische Kommunikation attraktiv.

Snapchat wird vor allem von jüngeren Nutzer:innen stark genutzt und gehört zu den wichtigsten Social-Media-Kanälen für die Ansprache der Generation Z. Neben privaten Nachrichten und Storys bietet die Plattform auch öffentliche Inhalte über Funktionen wie Discover oder Spotlight, einen Feed für kurze Videos.

Unternehmen können verschiedene Werbeformate über den Snapchat Ads Manager buchen. Dazu gehören unter anderem Bild- und Videoanzeigen, Collection Ads, Story Ads oder interaktive AR-Lenses für kreative und immersive Kampagnen.

Mit Snapchat Spotlight können Creator:innen kurze Videos veröffentlichen und damit neue Zielgruppen erreichen. Seit 2025 bündelt Snapchat seine Monetarisierungsprogramme in einem einheitlichen Creator-Programm für ausgewählte Creator:innen.

Durch seine starke Verankerung in einer jungen Zielgruppe und innovative Formate im Bereich Augmented Reality bleibt Snapchat vor allem für Marken interessant, die kreative und visuell orientierte Kampagnen umsetzen möchten. Gleichzeitig sollten Unternehmen berücksichtigen, dass sich die Plattform hauptsächlich an ein junges Publikum richtet.

Messengerdienste

Ebenfalls eine wichtige Rolle im Social Media Marketing spielen Messengerdienste. Sie eignen sich besonders als zusätzlicher Kanal für den Kundendienst. Darüber hinaus lassen sie sich verwenden, um interessierte Nutzer:innen mit regelmäßigen Informationen zu versorgen und sogar um Buchungen abzuwickeln.

Die beiden aktuell wichtigsten Messengerdienste im westlichen Raum sind der Facebook Messenger und der Kurznachrichtendienst WhatsApp, der seit einiger Zeit ebenfalls zu Meta gehört. Mit WhatsApp Business bietet er eine eigene WhatsApp-Version für kleine und lokale Unternehmen. Sie zeichnet sich durch Automatisierungen und die Präsentation von Unternehmensinformationen aus. Im asiatischen Raum existiert der Messengerdienst WeChat.

Wichtig: Berücksichtige speziell beim Einsatz von Messengern die geltenden Datenschutzbestimmungen. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, Nutzer:innen ohne ihre ausdrückliche Einwilligung Neuigkeiten zu schicken.

Überblick über Nischenplattformen

Neben den großen sozialen Netzwerken gibt es zahlreiche kleinere Plattformen, die sich auf bestimmte Themen, Branchen oder Communities konzentrieren. Solche Nischenplattformen können für Unternehmen interessant sein, wenn sie eine klar definierte Zielgruppe erreichen möchten.

Einer ihrer Vorteile besteht darin, dass der Wettbewerb häufig geringer ist als auf großen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Gleichzeitig ermöglichen sie eine sehr gezielte Ansprache bestimmter Nutzergruppen, etwa Kreativschaffender, Gaming-Communities oder Fachpublikum.

Zu den relevanten Nischenplattformen gehören unter anderem:

Behance:
Die von Adobe betriebene Plattform richtet sich vor allem an Kreativschaffende wie Designer:innen, Illustrator:innen oder Fotograf:innen. Nutzer:innen präsentieren dort ihre Projekte und Portfolios, um Feedback zu erhalten, neue Kontakte zu knüpfen oder potenzielle Auftraggeber zu erreichen.

Vimeo:
Viele Kreative, Agenturen und Unternehmen nutzen die Videoplattform Vimeo, um Videos in hoher Qualität zu hosten oder zu präsentieren. Anders als viele andere Videoportale setzt Vimeo stärker auf ein werbefreies Nutzungserlebnis und professionelle Funktionen.

Twitch:
Die Livestream-Plattform Twitch wurde vor allem für Gaming-Inhalte bekannt. Inzwischen umfasst das Angebot auch Livestreams aus Bereichen wie Musik, Talkshows oder Events. Creator:innen können über Abonnements, Spenden und Werbeanzeigen Einnahmen erzielen. Für Unternehmen kann Twitch insbesondere interessant sein, wenn sie eine junge, gamingaffine Zielgruppe erreichen möchten.

BeReal:
Nutzer:innen der Social-Media-App BeReal werden einmal täglich dazu aufgefordert, innerhalb von zwei Minuten ein Foto zu posten. Dabei wird gleichzeitig die Front- und Rückkamera des Smartphones verwendet, um einen möglichst authentischen Moment aus dem Alltag festzuhalten. Die Plattform setzt bewusst auf spontane und unverfälschte Inhalte. Nach einer Phase starken Wachstums sind die Nutzerzahlen zuletzt wieder zurückgegangen, dennoch bleibt BeReal ein Beispiel für neue Ansätze im Bereich sozialer Netzwerke.

Reddit:
Reddit ist eine Diskussionsplattform, die sich aus zahlreichen themenspezifischen Communities, sogenannten Subreddits, zusammensetzt. Nutzer:innen tauschen sich dort zu nahezu allen erdenklichen Themen aus, von Technologie und Gaming bis hin zu Gesundheit, Finanzen oder Popkultur. Beiträge können kommentiert, bewertet und weiterverbreitet werden, wodurch besonders relevante Inhalte schnell große Aufmerksamkeit erhalten. Für Unternehmen kann Reddit interessant sein, wenn sie authentisch mit Communities interagieren oder Feedback zu Produkten einholen möchten. Klassische Werbung ist ebenfalls möglich, allerdings reagieren viele Communities auf Reddit sensibel auf offensichtliche Marketingbotschaften.

Discord:
Discord ist eine Plattform für Community-Kommunikation, die ursprünglich aus der Gaming-Szene stammt. Nutzer:innen organisieren sich dort in sogenannten Servern, auf denen sie über Text-, Sprach- oder Videochats miteinander kommunizieren können. Inzwischen wird Discord auch von Unternehmen, Creator:innen und Marken genutzt, um eigene Communitys aufzubauen und den direkten Austausch mit Nutzer:innen zu fördern. Besonders geeignet ist die Plattform für langfristige Community-Projekte, Events oder Fan-Communities.

Mastodon:
Mastodon ist ein dezentrales soziales Netzwerk und Teil des sogenannten Fediverse. Anders als bei zentralisierten Plattformen wird Mastodon nicht von einem einzelnen Unternehmen betrieben. Stattdessen besteht das Netzwerk aus vielen unabhängigen Servern, die miteinander verbunden sind. Nutzer:innen können kurze Beiträge veröffentlichen, kommentieren und teilen. Mastodon wird häufig als Alternative zu klassischen Microblogging-Plattformen genutzt und ist besonders in technikaffinen und politisch interessierten Communities verbreitet. Für Unternehmen eignet sich die Plattform vor allem für den Austausch in spezialisierten Fachcommunities.

Welche Social-Media-Plattform eignet sich für welche Unternehmen?

Wichtige Fragen für die Auswahl

An unserer Auflistung siehst du: Die Auswahl an Social-Media-Plattformen ist groß und die Unterschiede teils beträchtlich. 

Die folgenden Fragen helfen dir, den richtigen Mix aus Social-Media-Kanälen für dein Unternehmen auszuwählen: 

1. Ist meine Zielgruppe auf der Plattform vertreten?

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl von Social-Media-Plattformen ist die eigene Zielgruppe. Schließlich sind deine Marketingmaßnahmen nur erfolgreich, wenn sie dort stattfinden, wo sich deine Zielgruppe aufhält. 

Modegeschäfte, die in erster Linie junge Frauen ansprechen wollen, sollten deshalb Instagram, TikTok oder auch Pinterest in die engere Wahl einbeziehen. Willst du vor allem Entscheider:innen im B2B-Bereich adressieren, eignet sich LinkedIn. 

Wichtig: Möglicherweise erreichst du über einen Social-Media-Kanal nur einen Teil deiner Zielgruppe. In diesem Fall empfiehlt es sich, verschiedene Plattformen zu kombinieren – vorausgesetzt du hast die notwendigen Ressourcen.

2. Passt der Kanal zu meinen Zielen?

Was willst du erreichen? Möchtest du auf Social Media in erster Linie die Bekanntheit deiner Marke erhöhen, den Kundendienst verbessern oder mehr Besucher:innen in deinen Onlineshop bringen? Verschiedene Social-Media-Plattformen eignen sich für unterschiedliche Ziele.

3. Welche Art von Inhalten möchte ich erstellen?

Visuelle Inhalte, speziell Videos, spielen eine Schlüsselrolle im Social Media Marketing. Aber nicht jede Marke ist gleichermaßen für Kurzvideos oder Fotoserien geeignet. Für Pinterest ist beispielsweise ein Unternehmensblog sehr hilfreich. 

Kläre, welche Inhalte zu deinen Themen beziehungsweise Produkten passen und welche Inhalte dein Team erstellen kann und will. 

4. Welche Ressourcen habe ich zur Verfügung?

Auch die eigenen Ressourcen beeinflussen die Kanalwahl. Dabei geht es sowohl um Geld als auch um Zeit. 

Regelmäßig YouTube-Tutorials und Werbevideos zu erstellen, kann aufwendig sein. Auch für Instagram-Seiten, die aus der Masse herausstechen, machen je nach Unternehmen professionelle Fotograf:innen und Designer:innen Sinn. TikTok-Videos dagegen lassen sich schnell und mit einfachen Mitteln produzieren – gute Ideen vorausgesetzt.

Wichtig: Social Media Marketing lebt von Regelmäßigkeit. Aber wie viele Posts in welchem Zeitraum veröffentlicht werden sollten, unterscheidet sich je nach Plattform. Beziehe diesen Faktor in deine Überlegungen mit ein.

5. Wo sind meine Mitbewerber:innen?

Schließlich lohnt sich ein Blick darauf, wo die eigene Konkurrenz aktiv ist. Auf welchen Plattformen sind Mitbewerber:innen erfolgreich vertreten, wo ist die Konkurrenz gering? Beides kann ein Fingerzeig sein.

Manchmal ist weniger mehr

Die Überschrift sagt es bereits: Auf möglichst vielen Social-Media-Plattformen aktiv zu sein, ist keine Garantie für Erfolg. Im Gegenteil: Wenn die eigenen Ressourcen nicht ausreichen, um jeden der Kanäle sinnvoll zu bespielen, wird das Ergebnis wahrscheinlich enttäuschend ausfallen. 

Wir empfehlen dir: 

  • Konzentriere dich bei begrenzten Ressourcen auf die wichtigsten Plattformen und verzichte lieber auf Kompromisse bei Contenterstellung und Veröffentlichung. 
  • Analysiere Ergebnisse regelmäßig. Falls sie es nahelegen, passe die Kanalauswahl entsprechend an.
  • Solltest du merken, dass ein Kanal weniger gut zu deiner Marke passt als angenommen, trenne dich von ihm.
  • Verwende speziell für plattformübergreifendes Social Media Marketing ein Social Media Management Tool wie Swat.io. So kannst du Beiträge für alle Plattformen an einem zentralen Ort planen, veröffentlichen und analysieren. Auch das Community Management kannst du an einem Ort bündeln. Spätestens dann, wenn Social Media nicht mehr nur “ab und zu mal was auf Facebook posten” heißt, hebt ein Social Media Management Tool dein Marketing auf ein neues Level. 

Nichts bleibt, wie es ist – dranbleiben ist entscheidend

Ein Tipp zum Schluss: Social Media Marketing ist extrem schnelllebig. Das gilt auch für die Orte, an denen es stattfindet. Auch wenn Instagram, Facebook oder YouTube nicht von heute auf morgen verschwinden, verändern sie sich stetig. Eben waren Facebook Hashtags oder Instagram Reels noch neu, morgen sind sie vielleicht Schnee von gestern.

Um ihr Potenzial bestmöglich zu nutzen und auch in Zukunft zum Beispiel erfolgreiche Instagram-Kampagnen durchzuführen, ist es entscheidend, auf dem Laufenden zu bleiben..

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